14.09.2016, 14:09 Uhr

B179 und Bordell: Die zwei Problem-"B" im Bezirk stehen zur Diskussion

"Schnittstelle" zw. der B179 und dem geplanten Bordell am Urisee: Der Parkplatz neben der Umfahrung Reutte.
REUTTE/BREITENWANG (rei). Zweimal an einem Abend kann man bei interessanten Themen mitreden. In Reutte gibt es unter dem Titel "Ferpassstraße: Kein Stau an Ideen" die Präsentation der Fernpassstrategie (22, September, 18 Uhr, Wirtschaftskammer Reutte); zwei Stunden später beginnt in Breitenwang ein Informationsabend zum Thema Menschenhandel und Sexkauf - hier geht es um das geplante Bordell am Urisee (20 Uhr, Veranstaltungszentrum).

Strategiepapier wird vorgestellt

"Die Sommerferien sind zu Ende. Am Ende sind auch viele Außerferner, und zwar mit ihren Nerven, wenn sie sich in diesen Tagen auf die Fernpassstraße wagen", heißt es in der Einladung der Regionalentwicklung Außerfern (REA) und des Landes Tirol zur Präsentation der Fernpassstrategie am 22. September.
Die Bezirksblätter haben bereits über den wenig wünschenswerten Spitzenplatz im österreichischen "Stauranking" berichtet, in dem die B179 den traurigen ersten Platz einnimmt. "Diese Erkenntnis ist so neu wie die Forderungen nach einer Entlastung. Bei der Frage nach dem Wie scheiden sich allerdings die Geister", heißte es im Einladungstext weiter.
Es gibt viele Zählungen und Studien über den vielen Verkehr auf der Fernpassstraße. Zuletzt haben rund ein Jahr lang Vertreter des Landes und der Bezirke Imst und Reutte intensiv an einer Fernpassstrategie gearbeitet. Die Regionalentwicklung Außerfern (REA) und das Land Tirol möchten nun die Bürger über die verschiedenen Lösungsansätze informieren.

Moderner Menschenhandel?

Zwei Stunden nach Beginn der Präsentation in der Wirtschaftskammer wird in Breitenwang im VZ ein anderes, nicht minder brisantes Thema diskutiert. Im ehemaligen Hotel Urisee soll ein Bordell eingerichtet werden.
Die behördlichen Prüfungen dazu laufen. Vieles deutet heute darauf hin, dass der Bezirk Reutte an genannter Stelle schon bald das erste Puff bekommen wird.
Aber braucht es ein solches? Handelt es sich hier um Menschenhandel und moderne Sklaverei? Wird Sex bald auch im Außerfern käuflich?
Elisabeth Pfurtscheller als ÖVP-Menschenrechtssprecherin und Gaby Wentland, 1. Vorsitzende Mission Freedom e.V. nehmen sich des Themas an und wollen informieren.

Zwei interessante Themen also an einem Abend, die es wert sind diskutiert zu werden. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist kostenlos.
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