16.03.2016, 05:00 Uhr

Brücken und Holz: Eine gute Verbindung

Aschauer Brücke (Foto: Reiter)

Holzbrücken sind im Bezirk seit Jahrhunderten nicht wegzudenken. Ein Blick zurück.

AUSSERFERN (rei). Galt es früher einen Bach zu queren, war Holz zunächst das einzige Baumaterial, mit dem dies möglich war. Oft wurden nur einfach Stämme gelegt, um von einem Ufer zum anderen zu kommen.
Im Laufe der Zeit entstanden immer aufwändigere Konstruktionen. Sie wurden breiter, länger und deutlich tragfähiger.
Die Mehrzahl der alte Holzbrücken wären heute nicht mehr zeitgemäß. Ein Blick zurück zeigt aber, wie geschickt die Menschen schon früher waren, wenn es galt, Holz für den Brückenbau einzusetzen. Fotograf Ludwig Reiter aus Reutte hat etliche Brücken, darunter auch solche aus Holz, fotografisch festgehalten.
In einem Bildband - erhältlich im Fachhandel - sind diese Brücken gemeinsam mit vielen anderen alten Fotos aus dem Bezirk zu sehen. Dankenswerter Weise wurde dem Bezirksblatt erlaubt, Bilder aus diesem Buch zu verwenden.
Sie zeigen z.B. die Aschauer Lechbrücke. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1926. Sogar das Postauto konnte diese Brücke benützen. Ganz traute man der Sache aber nicht, daher mussten alle Passagiere aussteigen, bevor der Bus die Brücke passierte.
Bis ins Jahr 1838 reicht die Geschichte der Guflbrücke in Hinterhornbach zurück. Als Ludwig Reiter sie fotografierte, schrieb man das Jahr 1952.
Noch älter ist die Geschichte der Untergrießauer Lechbrücke bei Häselgehr. Ihr Bau ist in den Jahren 1750/51 dokumentiert. Damit war sie 1952, als sie fotografisch für die Nachwelt festgehalten wurde, die zweitältes Holzbrücke in Tirol.
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