12.04.2016, 10:35 Uhr

"Dünger ist ein wertvolles Gut"

(Foto: Archiv)

Bezirksbauernobmann Richard Wörle appelliert an das Verständnis der Bevölkerung.

AUSSERFERN (eha). Das Ausbringen von Mist, Gülle und Jauche auf Wiesen und Felder im Frühling stößt vor allem bei Anrainern auf wenig Gegenliebe. Die Landwirte verteidigen ihren Naturdünger dagegen als die nachhaltigste und natürlichste Form der Düngung. „Was dem Boden durch die Pflanzen an Nährstoffen entzogen wird, muss ihm auch wieder zugefügt werden sonst verarmen Feld und Acker“, erklärt Wörle, selbst Bauer in Pinswang, diesen natürlichen Kreislauf. "Die Kritik, dass Bauern den Dünger auf ihren Feldern lediglich entsorgen, ist schlichtweg falsch. Wirtschaftsdünger ist sehr wichtig, da er für ein ausgeglichenes Nährstoffverhältnis im Boden sorgt", so Wörle.

Genaue Vorschriften regeln Gülle-Ausfuhr

Viele der Bauern sind darauf bedacht gerade im Frühjahr und Herbst den optimalen Düngezeitpunkt zu eruieren, damit der hochwertige Dünger den optimalen Nutzen erzielt. Dazu unterliegt die Düngerausbringung einer Reihe von gesetzlichen Vorgaben. So regelt das Aktionsprogramm Nitrat ganz konkret wann, wo und wie viel Wirtschaftsdünger (Gülle, Jauche, Mist, etc.) und Handelsdünger auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgebracht werden dürfen. Um dem Gestank etwas vorzubeugen verwenden viele Bauern bereits neuere Systeme wie z.B. Gülleseparierung, um Ammoniakverluste bestmöglich zu reduzieren. Auch die Ausbringung von Gülle in den Abendstunden oder unmittelbar vor Niederschlägen reduziert die Abgasung.
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