14.03.2016, 12:28 Uhr

Einfache Tipps für einen gesunden Stützapparat

Hannelore Reinfried, Physiotherapeutin am BKH Reutte. (Foto: Foto Müller)
REUTTE. Ein bohrendes Pochen im Steiß, Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich oder akute Probleme wie der gefürchtete Bandscheibenvorfall – fast jede/r Erwachsene und immer mehr Kinder leiden zumindest einmal im Leben an Rückenschmerzen. Die Ursache für den Anstieg dieser Schmerzsymptome ist einmal mehr in der zunehmenden Bewegungsarmut der westlichen Welt zu finden. Hannelore Reinfried, Physiotherapeutin im BKH Reutte, möchte die Bedeutung rückengerechten Verhaltens im Alltag in den Vordergrund rücken.

Rechtzeitig handeln

Obwohl immer wieder von ExpertInnen betont und zumeist auch hinlänglich bekannt, vergessen viele ÖsterreicherInnen häufig, sich rückenschonend durch ihren Alltag zu bewegen. „Ein zu langes Verweilen in derselben Position ist nicht ratsam“, sagt die Expertin, "ändern Sie immer wieder ihre Sitz- bzw. Liegeposition, um einseitigen Verspannungen vorzubeugen.“ Auch das rückengerechte Heben von Lasten sollte nicht nur bei der häufig zitierten Kiste Mineralwasser zur Anwendung kommen. Sowohl im Beruf als auch beim Heben des Kindes aus dem Autositz – bei jeder Hebetätigkeit sollte auf eine gerade Rückenhaltung, angespannte Bauch- und Beckenbodenmuskulatur und ein Heben aus der Hocke geachtet werden.

Ausreichende Bewegung

Sitzenden Tätigkeiten rät die Physiotherapeutin mit ausgleichender Bewegung zu begegnen. Oft hilft es schon, etwas Bewegung in den normalen Alltag zu bringen. „Es können die einfachsten Dinge sein. Stehen Sie am Arbeitsplatz auf, gehen Sie auch mal ein Stück zu Fuß oder nehmen Sie die Treppe“, betont die Physiotherapeutin, die selbst seit vielen Jahren Rückenfitkurse für die MitarbeiterInnen des BKH Reutte anbietet.
Regelmäßige Übungen, die Bauch-, Beckenboden- und Rückenmuskulatur trainieren, kräftigen den Stützapparat und entlasten die Wirbelsäule. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten – ob Yoga, Gymnastik oder ein Training mit Latexbändern oder kleinen Gewichten – je mehr Bewegung, desto besser.
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