04.04.2016, 12:03 Uhr

Hundekot auf Feldern ist kein Kavaliersdelikt!

Bezirksbauernobmann Richard Wörle wünscht sich ein rücksichtsvolles Miteinander, damit das Wohl der Tiere gewährleistet bleibt. (Foto: Tiroler Bauernbund)

Bezirksbauernobmann Richard Wörle richtet Appell an Hundebesitzer: „Haltet Felder und Wiesen rein!“

AUSSERFERN. Es ist ein wiederkehrendes Problem. Im gesamten Bezirk kämpfen viele Bauern gegen den Hundekot auf ihren Feldern. „Hundekot ist weder Mist noch Dünger, sondern gefährlich für unsere Tiere“, unterstreicht Wörle. Er ist immer wieder mit dem Thema konfrontiert und kennt die Hintergründe. Besonders in den dicht besiedelten Gemeinden ist durch die Zunahme der Hundehalter das Problem eklatant.

Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich

„Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich und sammeln mit den von den Gemeinden ausgegebenen Gassi-Säcken den Kot ein, um ihn ordentlich zu entsorgen. Es gibt aber immer wieder negative Ausnahmen. Die Hundehalter wissen gar nicht, welchen Schaden sie damit auf den Feldern der Bauern anrichten“, so Wörle. In der Erntezeit verschärft sich die Situation. Wörle gibt zu bedenken: „Die Felder und Wiesen sind keine bunte Spielwiese für die Hunde. Hier werden Lebensmittel produziert. Kommt Hundekot ins Futter, fressen die Tiere das Gras nicht mehr. Es können sogar verschiedenste Krankheiten übertragen werden und im schlimmsten Fall kann es zu Totgeburten bei Rindern aller Altersklassen kommen.“

Hundekot ist nicht gleich Mist

Oft werde er darauf hingewiesen, dass Hundekot ja gleich wie Mist sei. „Das ist ein fataler Irrtum. Auch wenn die Bauern gerade im Frühjahr ihre Felder oft intensiv düngen: Hundekot ist kein Mist, sondern verätzt die Grünflächen“, so Wörle. Beim Mist aus der Landwirtschaft spricht er von einer natürlichen Düngung im Sinne einer nachhaltigen und ökologischen Kreislaufwirtschaft. Der Dünger wurde gelagert und verliert damit an ätzenden Stoffen und ist durch die Ausbringung die Basis für das Wachstum. Der Bezirksbauernobmann dankt allen Hundehaltern, die vorbildlich agieren. „Man muss nur an den eigenen Garten oder an öffentliche Spielplätze und Grünflächen denken. Dort soll auch alles sauber sein und jeder kleinste Dreck ist ein Dorn im Auge. Das will man weder Erwachsenen noch Kindern zumuten. Die Hundebesitzer haben es in der Hand“, unterstreicht der Bauernvertreter.

Appell an Hundebesitzer: Gassi-Säckchen verwenden!
Für den Bezirksbauernobmann und den Tiroler Bauernbund ist Aufklärung und Bewusstseinsbildung an oberster Stelle. Hundebesitzer, die ein gutes Miteinander und damit das Wohlergehen der Tiere ernsthaft gefährden müssen anfangen umzudenken. Durch Faulheit der Hundehalter kommt es zu einer ernsthaften Gefährdung von Weidetieren. Es wird niemandem untersagt mit dem Hund eine Wanderung zu unternehmen. Es geht primär darum die Gassi-Säckchen zu verwenden und den Hundekot zu entfernen, damit es Hund und Kuh auch weiterhin gut geht. Der Tiroler Bauernbund bittet alle Hundehalter, auf die Hinweise der Bauern zu hören, damit ein gutes Miteinander in der Gemeinde gewährleistet werden kann. Dazu werden auch Hinweisschilder zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt (siehe Anhang) und versucht über Regionalmedien, Internet, Social Media usw. Bewusstseinsbildung in der breiten Öffentlichkeit zu machen. Über die Facebookseite Tiroler Bauern konnte kürzlich sogar ein kleiner Rekord aufgestellt werden: das Hundekotschild erreichte mittlerweile 1,7 Millionen Menschen und wurde über 7000 Mal geteilt – ein Zeichen, dass es sich um ein wichtiges Anliegen handelt.
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