03.05.2016, 08:39 Uhr

Nach Skiunfällen Schonfristen unbedingt einhalten

Das Team der Unfallchirurgie am BKH Reutte. (Foto: BKH Reutte)
REUTTE. Nach dem Ende der Wintersaison zieht die Abteilung für Unfallchirurgie am BKH Reutte Bilanz: weniger, dafür schwerere Sportunfälle prägten die Wintermonate. Vor allem der Anstieg schwerer Schienbein- und Knieverletzungen war deutlich. Insgesamt wurden an der Abteilung für Unfallchirurgie des BKH Reutte von Dezember bis April 232 Personen mit Wintersportverletzungen behandelt. Mit den höheren Temperaturen meldet sich nun der frühjährliche Bewegungsdrang bei vielen zu Wort. OA Dr. Christian Druml, Facharzt an der Abteilung für Unfallchirurgie am Außerferner Spital, rät Profis wie HobbysportlerInnen jedoch nach Unfallverletzungen die empfohlene Rehabilitationsfrist keinesfalls zu ignorieren und dem Körper seine Erholungszeit zu erlauben.

Häufigste Verletzungen


Knieverletzungen – speziell Kreuzbandrisse – sind eine der häufigsten Verletzungen von WintersportlerInnen. Das war in dieser Saison auch im BKH Reutte zu spüren. Aber auch Tibiakkopfrakturen, also Brüche am oberen Ende des Schienbeins, haben in diesem Jahr zugenommen. "Für Betroffene bedeuten solche Verletzungen, dass nach Diagnose und Therapie erstmal eine längere sportliche Ausfallzeit ansteht.
Vor allem operativ behandelte Kreuzbandrisse benötigen eine Pause von etwa einem dreiviertel Jahr, manchmal auch länger", so der Experte. Wer nach Unfällen zu früh mit dem Training beginnt, riskiert etwa bei einer erneuten Ruptur des Kreuzbandes ein endgültiges Trainingsaus.

Mit Geduld zurück in den Sport

Für das Frühjahr rät Druml HobbysportlerInnen wie Profis, es trotz Vorfreude erst einmal ruhig anzugehen. Gut geeignet für einen sanften Wiedereinstieg sind Sportarten mit kontrollierbaren Bewegungsabläufen wie z.B. Radfahren oder Schwimmen. Aber auch Walken oder Wandern sind möglich. Dabei sollte Wert auf gutes Schuhwerk und auf abschüssigen Wanderwegen besonderes Augenmerk auf einen sicheren Tritt gelegt werden.
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