20.09.2016, 12:45 Uhr

Bezirk Reutte macht Druck: Fernpass braucht Lösung

Christian Strigl (WK-Reutte), Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann, NR Elisabeth Pfurtscheller und Josef Huber (WK-Imst; v.l.) übergaben die Resolution an LH Günther Platter (Mitte). Foto: WKT (Foto: WKT)
AUSSERFERN/IMST (rei). Die Dauerstaus entlang der Fernpassroute wollen die Vertreter der heimischen Wirtschaftskammern nicht länger hinnehmen. Die WK-Bezirksobleute Christian Strigl (Reutte), Joe Huber (Imst) und Anton Prantauer (Landeck) sprachen daher bei Landeshauptmann Günther Platter in der Angelegenheit vor. Ihr gemeinsames Ansinnen: "Der Fernpass braucht rasch eine Lösung!"

Unterstützungserklärungen gesammelt

Im Vorfeld machten sie sich gemeinsam daran, breite Unterstützung für dieses Anliegen zu bekommen. Unternehmer aller Branchen, Seilbahner, Industrielle, Touristiker und beinahe alle Bürgermeister aus den Bezirken Reutte, Imst und Landeck haben eine Resolution für den raschen Bau des Tschirgant- und Fernpass-Scheiteltunnels unterschrieben.

Politische Unterstützung ist da

Unterstützung kommt auch von Nationalrätin Elisabeth Pfurtscheller und Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann: "Besonders freut uns, dass es erstmals - nach langen Jahren der Diskussionen - gelungen ist, eine sehr breite, parteiübergreifende Allianz für die beiden Tunnel zu schmieden. Das zeigt, wie groß die Zustimmung ist, aber auch die Bedeutung die diese Projekte für die komplette Region haben", sagt Pfurtscheller.
Sie will als nächstes die Petition im Nationalrat einbringen.

„Den Fernpass-Scheitel-Tunnel kann das Land Tirol ohne Unterstützung des Bundes finanzieren. Hier gibt es auch schon positive Signale“, erklärt BPO BRin Ledl-Rossmann.

Vorarbeiten für Fernpasstunnel laufen

Und wie sieht es nun mit den Chancen hinsichtlich der Realisierung dieser Projekte aus? „Die Planungen für den Fernpass-Scheitel-Tunnel sind schon relativ weit voran geschritten", so LH Günther Platter anlässlich der Übergabe: „Derzeit werden Probebohrungen am Fernpass durchgeführt."

Tschirganttnunnel nur mit Bundesunterstützung möglich

Die Antwort für den Tschirganttunnel gibt Pfurtscheller: „Der Tschirgant-Tunnel hat eine Länge und damit ein Kostenvolumen, das nur der Bund, sprich die ASFINAG, finanzieren kann. Deshalb ist es unser wichtigstes Bestreben, dass der Tschirgant-Tunnnel wieder in den langfristigen Rahmenplan der ASFINAG aufgenommen wird“ so die Reuttener Nationalrätin, die im Verkehrsausschuss in Wien tätig ist.

Die Petition aus den drei Bezirken Reutte, Imst und Landeck erachtent Pfurtscheller und Ledl-Rossmann als wichtiges Signal, könne man nun doch den politischen Druck erhöhen. Und das wird auch gemacht.

„Die Fernpass-Route ist zu einem Nadelöhr geworden, welches beinahe wöchentlich für massive Verkehrsbehinderungen für uns Oberländer und Außerferner, unsere Betriebe und unsere Gäste sorgt,“ argumentieren die drei Oberländer Wirtschaftskammer-Obleute für einen Ausbau der Fernpassstrecke.
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