Die Wildbach- und Lawinenverbauung im Außerfern könnte demnächst aufgelassen werden.
LECHASCHAU (rei). Der Bund muss und will sparen. Auch die Wildbach- und Lawinenverbauung ist betroffen. Die Gewerkschaft „Bau Holz“, welche für die Mitarbeiter der WLV zuständig ist, spricht von einem Einsparungspotential von 40 Millionen Euro in Österreich, davon entfallen elf Millionen auf Tirol.Das geplante Konsolidierungspaket der Bundesregierung habe u.a. die Schließung der Gebietsbauleitungen in Reutte und Schwaz zur Folge, sagt Christian Hauser, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau Holz.
Stimmt nicht, kontert das zuständige Tiroler Regierungsmitglied, LHStv. Anton Steixner: „Der ÖGB versucht mit seinen falschen Behauptungen die Tirolerinnen und Tiroler zu verunsichern.“
Auch in Zukunft sei ein hohes Budget für die Wildbach- und Lawinenverbauung in Tirol gesichert. Dass die Gebietsbauleitung Reutte aufgelassen wird, bezeichnet Steixner wörtlich als „Schwachsinn“. Die Gebietsbauleitung Reutte, die in Lechaschau ansässig ist, bleibt bestehen, lässt Steixner in einer Aussendung wissen.
Trotz dieser Aussagen bleibt die Verunsicherung im Außerfern bestehen, wie der lokale Chef der WLV, Christian Ihrenberger, bestätigt: „Es ist schwierig zu sagen, ob es derzeit nur eine Beruhigung oder doch eine Entwarnung gibt.“ Tatsache sei, dass der Bund Strukturmaßnahmen plant, um Geld zu sparen. Im Zuge der Diskussionen sei die Idee aufgetaucht, die Gebietsbauleitung Reutte an Imst anzugliedern. Dieser Gedanke sei derzeit nicht mehr aktuell, ob das so bleibt, wagt Ihrenberger nicht zu beurteilen.
Sechs Mitarbeiter in den Büros und 30 auf den Baustellen hat die Wildbach- und Lawinenverbauung derzeit im Außerfern. Seit Jahren gibt es einen Aufnahmestopp. Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel werden stetig weniger. „Da ist eine gewisse Beunruhigung unter den Mitarbeitern ganz einfach da“, bekennt Ihrenberger offen und er äußert einen Wunsch: „Es wäre natürlich schön zu wissen, wie es wirklich mit uns weitergeht.“






