28.08.2016, 05:00 Uhr

Handwerksbetrieb besteht seit drei Generationen

Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann (Mitte) mit Anni Hosp und Gerhard Hosp. (Foto: Schimana)
STANZACH (rei). Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann versuchte sich kürzlich ein Bild davon zu machen, wie kleine Handwerksbetriebe heute noch überleben können. Gar nicht einfach in Zeiten, in denen nahezu jedes Produkt auch in Großserie produziert und über Filialhändler oder auch im Internet vertrieben wird.

Tradition als Markenzeichen

Wie man in diesem Umfeld bestehen kann, macht das Schuhaus Hosp in Stanzach vor. Hier werden Berg- und Haferlschuhe in Handarbeit produziert. Die Kunden wissen dies zu schätzen.
BRin Sonja Ledl-Rossmann: „Ein toller Traditionsbetrieb im Lechtal. Wir können stolz sein auf solche Kleinbetriebe, die eine alte Handwerkstradition hochhalten und regional wirtschaften“.

Alles maßgeschneider

Aber was ist nun das Geheimnis des Betriebes? Auch heute noch werden nach alter Tradition und in tagelanger Arbeit Bergschuhe hergestellt. Diese werden ganz auf den Kunden angepasst und nach dem Anmaß eines Probeschuhs vollendet.
Bei der Produktion werden heimische Produkte eingesetzt.

Heimische "Zutaten"

Schuhmachermeister Gerhard Hosp verrät: „Wir verarbeiten Leder aus Tirol. Die Nägel für unsere Griffschuhe werden für uns im Bregenzer Wald, nach alter Schmiedetradition, gefertigt. Jedes Paar Schuhe ist ein Unikat und hält, bei guter Pflege, viele Jahre.“
Doch davon alleine könnte der Handwerksbetrieb nicht bestehen. Reparaturarbeiten gehören daher nahezu täglich dazu. Nicht nur Schuhe werden "geflickt", auch Lederwaren aller Art vom Meister selbst wieder in Stand gesetzt.

Verkauf ist wichtiges Standbein

Und natürlich spielt neben dem Verkauf eigener Schuhe auch der Verkauf von Markenartikeln eine wichtige Rolle. Dafür ist Seniornchefin Anni zuständig.
Dem Lechweg sei dank kommen wieder mehr Kunden ins Haus. In Kombination mit der eigenen Herstellung steht man so auf soliden Handwerkerbeinen.

Lehrlinge gesucht

Nur beim Nachwuchs hat man Probleme: Der Betrieb würde gerne Lehrlinge ausbilden. Leider sei das Schuhmacherhandwerk bei jungen Leuten nicht so beliebt. Daher ist es schwer einen Lehrling für den Verkauf oder die Werkstatt zu bekommen.
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