Die Ein-Mann-Unterstützung im fernen Weißrussland

Die Unterstützung seines Vaters ist SV Ried-Spieler Mario Reiter auch im fernen Soligorsk gewiss.

Rund 1400 Kilometer sind es von Ried bis nach Soligorsk, wo sich die SV Ried in der zweiten Qualifikationsrunde der Euro-League heute Abend gegen Schachzjor Salihorsk eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am nächsten Donnerstag verschaffen will. Ried-Fans wird man morgen im 4200 Zuschauer fassenden Stadion fast vergeblich suchen. Mit einer Ausnahme: Josef, Spitzname „Uli“, Reiter, Vater von SV Ried Spieler Mario Reiter, wird seinen Sohn auch im fernen Weißrussland vor Ort unterstützen.

SALIGORSK. Egal, wo SV Ried-Verteidiger Mario Reiter, in seiner zehnjährigen Profi-Karriere gespielt hat – sein Vater war immer, auch bei Freundschaftsspielen, mit dabei. „Ich habe in all den Jahren vielleicht ein, maximal zwei, Spiele nicht gesehen“, sagt Josef Reiter, der selber lange Jahre als Spieler und Trainer aktiv war. „Ich freue mich, dass Mario jetzt in Ried spielt. Der Verein war mir schon immer sympathisch. Mein Sohn und ich diskutieren im Anschluss über jedes Spiel. In all den Jahren hat er schon an die 500 Spiele gesehen. Selbst bei den U-21 Teamspielen, unter anderem in Finnland, hat der 60-Jährige seinem Sohn die Daumen gedrückt.

Die Reise nach Weißrussland wäre ohne die Unterstützung der SV Ried sicher etwas abenteuerlich geworden. Aus diesem Grund bot ihm der Verein die Möglichkeit, mit dem Mannschafts-Charter-Flug mitzufliegen und kümmerte sich ebenso um das Visum. „Es ist toll, dass mir der Verein das ermöglicht hat“, bedankt sich Reiter.

Auf die Frage, was er machen würde, wenn sein Sohn ins Ausland wechselt, antwortet er mit einem Lachen: „Als Peter Pacult noch Trainer bei Red Bull Leipzig war, wollte er Mario nach Deutschland holen. Ich habe mir bereits alle Verbindungen rausgesucht.“ Zu einer Familienkrise hat die Leidenschaft glücklicherweise nicht geführt. Seine Frau ist bei 70 Prozent der Spiele mit dabei. „Für mich ist das Ganze mittlerweile zu einem Hobby geworden. Bei den langen Autofahrten kann ich sehr gut abschalten.

Auf das heutige Spiel gegen Saligorsk freut sich Reiter ganz besonders. „Das erste Europacup-Spiel von Mario ist natürlich etwas ganz besonders. Die Anspannung kommt dann beim Aufwärmen.“ Für dieses Spiel wurde er sogar von Didi Constantini, mit dem er gemeinsam in Ernsthofen (Bezirk Amstetten) gerade ein Jugend-Trainingscamp abhält, „freigestellt“.

Für das Spiel heute hat Reiter ein sehr gutes Gefühl. „Ich tippe auf einen 2:1 Auswärtssieg für Ried. Mir taugen die Burschen und glaube auch, dass die Mannschaft in der Meisterschaft das Zeug dazu hat, unter die besten drei zu kommen.

Zur Sache: Mario Reiter (25 Jahre) wurde in Ernsthofen geboren und ist seit 2003 Profi. Seine Stationen Pasching, Untersiebenbrunn, , Schwanenstadt, Schwanenstadt und Wiener Neustadt.
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