Massive familiäre Probleme und Konflikte werden als Tatmotiv genannt
ZELL. Am 29. August stand um 1.44 Uhr der Stall des Gielerhofes in Flammen. Die Feuerwehr konnte ein vollständiges Niederbrennen des Objektes noch verhinden. Noch am selben Tag um 21.00 Uhr wurden die Feuerwehren zu einem Großbrand, wenige hundert Meter vom Gielerhof entfernt, alarmiert. Ein Flammenmeer vernichtete das landwirtschaftliche Anwesen des Stöcklerhofes. Ein paar Wochen später, am 23. September um 2.30 Uhr loderte das Feuer in einem zum Gauderstall gehörigen Stadel im Kernbereich der Zeller Gemeinde. Ebenfalls nur wenige hundert Meter der beiden anderen Großbrände. Hier wurde der unmittelbare Brandherd und ein angrenzender Schuppen vernichtet. Eine Reihe dicht angebauter Objekte konnten jedoch durch den raschen Löscheinsatz der Feuerwehren gerettet werden.Laut dem Landeskriminalamt Tirol beläuft sich der geschätzte Gesamtsachschaden der drei Gebäude auf rund 1,6 Millionen Euro. Personen wurden zum Glück keine verletzt.
Mittels brandtechnischen Begutachtungen und dem Einsatz spezifischer Brandmittelspürhunde konnte der Serienzusammenhang für die drei Tatorte manifestiert werden. Nach zahlreichen Ermittlungen gelang es, den zur Klärung der Straftaten führenden Beweis zu erarbeiten und einen 19-jährigen Einheimischen zu überführen. Nach momentanen Erkenntnissen der Polizei ist die Motivation des ortsansässigen Verdächtigen in massiven familiären Problemen und Konflikten zu suchen. Nach Angaben des 19-Jährigen habe er seine Objekte willkürlich, unter dem Kriterium "keine Gefahr für Mensch und Tier" ausgewählt. Der Verdächtige ist in vollem Umfang geständig, heißt es von Seiten des LKA Tirol. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck wird er auf freiem Fuße zur Anzeige gebracht.







