Keine Variante für alle?

Die Kosten und einige Wirtschaftstreibende machen den neuen Konzeptvorschlag madig.

Das Fügener Verkehrskonzept stockt. Scheitert Projektentwicklung an Kosten und Wirtschaft?

FÜGEN (bs). Am Ostersamstag wird sich die Zillertaler Bundesstraße wieder profilieren. Und zwar mit Stau in beiden Richtungen, besonders zwischen dem Brettfalltunnel und Fügen. Mit dem neuen Konzeptvorschlag, bei dem die Straße ab der Zillertal Tenne abgesenkt, zwischenzeitlich als Unterflur geführt und in Höhe des Sägewerks auf die bestehende Straße einfließen würde, sieht Bgm. Walter Höllwarth die beste Lösung. Die Idee gab es jedoch schon.

"Vor 18 Jahren gab es im Gemeinderat bereits einen einstimmigen Beschluss zur Unterflurstraße. Dieser wurde zu Amtsbeginn von Bgm. Höllwarth jedoch aufgehoben", erzählt Robert Haun, einstiger Vizebürgermeister und Chef vom Hotel Malerhaus. Beim Bezirkstag des Landeshauptmannes klärte VP-Klubobmann Josef Geisler über die Einstellung der Landesregierung zur Unterflur auf: "Die technische Machbarkeit wird derzeit geprüft, finanziell sollte das Ganze ein bisserl im Rahmen bleiben." Die Unterflur-Variante wäre nämlich um einiges kostspieliger als das vom Land geplante Projekt.

Eindeutiger Gegner der neuen Variante ist Günther Unterlercher. Mit einer Unterschriftensammlung will er Mitstreiter finden. GR Othmar Schober zeigte bei der letzten Sitzung Verständnis und plante, sich mit den Wirtschaftstreibenden an der B169 zu treffen. "Es hat noch kein Gespräch gegeben, weil wir den Vorschlag gemeindeintern weiterentwickeln wollten", erklärt Schober. Um der Argumentation, dass die Unterflur ein Wirtschaftskiller ist, entgegen zu treten, hat sich Greti Weisleitner, Verein L(i)ebenswertes Zillertal, in anderen Orten erkundigt. "Als die Umfahrungsstraße in Zell kam, herrschte Totengräberstimmung bei den Wirtschaftsbetrieben. Heute sagen sie, dass es gar nicht mehr tragbar wäre, wenn der ganze Verkehr durch den Ort rollen würde. Wir müssen jetzt auf die Lebensqualität der Fügener schauen", so Weisleitner.
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