11.08.2016, 15:27 Uhr

Sport & Ernährung für mehr Ausdauer im Bett

Impotenz hat oft Auswirkungen auf die Partnerschaft (Foto: Yuri Arcurs/Fotolia)

Impotenz kann jeden Mann treffen, Auslöser sind sowohl körperlich als auch psychisch.

RIED. Unter Impotenz versteht man eine Erektionsstörung (Impotentia coeundi) und somit ein Unvermögen, einen befriedigenden Geschlechtsverkehr auszuüben. Grundsätzlich kann Impotenz jeden Mann treffen, jedoch muss man mit zunehmendem Alter mit einer Abnahme der Potenz rechnen.

Gründe: psychisch & körperlich

Die erektile Dysfunktion, wie die Impotenz  auch genannt wird, weil sie in den seltensten Fällen eine komplette Impotenz ist, kann viele Ursachen haben. Zu nennen sind sowohl körperliche als auch psychische Gründe. Zu den körperlichen Ursachen gehört das Metabolische Syndrom, welches zu Verkalkungen der Blutgefäße und Nervenschädigungen führt. Zusätzlich können zum Beispiel hormonelle Erkrankungen eine Impotenz auslösen. Weitere Risikofaktoren sind mangelnde Bewegung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum.
Ebenso häufig können jedoch Depressionen, Angststörungen und psychotische Erkrankungen, aber auch anhaltender Stress im Berufsleben eine Impotenz auslösen. Verschiedene Medikamente, Operationen als auch tastbare Verkalkungen im Schwellkörper können in der Entstehung einer Impotenz eine Rolle spielen.

Kein Tabuthema

„Wichtig ist, die Impotenz nicht zu tabuisieren, weil sie ein erstes Alarmsignal auch für nicht-urologische, organische Erkrankungen sein kann“ empfiehlt Primar Dr. Erich Würnschimmel. Betroffene sollten rechtzeitig ein beratendes Gespräch suchen und eine eventuell notwendige Therapie durch den Urologen beginnen.

Sport, Ernährung & mehr

Allgemeine Empfehlungen für das Wiedererlangen eines erfüllten Sexuallebens mit adäquater Erektion können unter anderem ausreichende sportliche Betätigung, ausgewogene Ernährung, genügend Zeit für Zärtlichkeit und ein offenes Gespräch sein. Sollten diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg zeigen, gibt es eine Reihe verschiedener Therapiemöglichkeiten.
Allen bekannt ist die „blaue Potenzpille“, ein sogenannter PDE-5-Hemmer, der direkt am Schwellkörper seine Wirkung  entfacht und von der es mittlerweile verschiedene andere Präparate gibt. Diese einfache Therapieform hat die Behandlung der erektilen Dysfunktion revolutioniert. Auch Schwellkörperinjektionen und Vakuumpumpen können Abhilfe schaffen. In sehr seltenen Fällen kann eine operative Methode die letzte Chance sein. Teure Alternativprodukte, wie sie zu Hauf auf dem Markt angeboten werden, haben bestenfalls einen psychologischen Effekt.
„Die erektile Dysfunktion ist beim Großteil der Patienten gut zu therapieren, und führt zu mehr Selbstwertgefühl und zu mehr Zufriedenheit. Haben Sie deshalb keine falsche Scham und  fragen sie ihren Urologen“ rät Oberarzt Martin Grüll vom Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried.
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