23.06.2016, 13:16 Uhr

Wenn der Schlaf einfach nicht kommen will

Schlafstörungen können viele Ursachen haben – Stress ist ein häufiger Auslöser, auch, wenn er schon beseitigt ist. (Foto: Gina Sanders/Fotolia)
BEZIRK. Schlafstörungen gestalten sich vielfältig – und nicht jede ist mit gesundheitlichen Problemen verbunden. So sind akute Schlafschwierigkeiten, wie etwa der Jet-Lag, meist harmlos und vergehen wieder. Dauern sie jedoch länger an, können sie die Betroffenen massiv beeinträchtigen. "Von einer Schlafstörung spricht man, wenn man an mindestens drei Tagen pro Woche, mindestens drei Wochen hindurch Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten hat, die zur Erschöpfung oder starker Müdigkeit am Tag führen", informiert Primar Friedrich Renner vom Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried. Er weiß: Schlafstörungen können unterschiedliche Ursachen haben – teils auch mehrere. Beispiele hierfür seien organische und psychische Erkrankungen, Schmerzen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Drogen- oder Alkoholkonsum, bestimmte Verhaltensweisen oder Umweltfaktoren wie laute Außengeräusche.

Ein häufiger Auslöser für Schlafstörungen, die anhalten, sei aber Stress – auch, wenn dieser schon beseitigt ist. "Man nennt das eine gelernte Schlafstörung. Dagegen gibt es Verhaltensweisen, die diese bessern kann", sagt Renner.

Hin und wieder schlecht zu schlafen, ist laut dem Experten, bis zu einem gewissen Grad normal. "Wenn Sie jedoch über eine längere Zeit schlecht schlafen, tagsüber müde sind und/oder Ihr Wohlbefinden sowie Ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Spätestens bei wochenlangen Schlafproblemen ist ein Arztbesuch unumgänglich."

Tipps, um Schlafstörungen zu bessern

- Stehen Sie jeden Tag um dieselbe Zeit auf
- Gehen Sie nur schlafen, wenn Sie wirklich müde sind
- Üben Sie entspannungsfördernde Rituale vor dem Zubettgehen aus
- Treiben Sie regelmäßig Sport
- Nehmen Sie vier Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen Getränke oder Medikamente ein
- Rauchen Sie nicht kurz vor dem Schlafengehen
- Vermeiden Sie einen Mittagsschlaf
- Verzichten Sie auf Alkohol
- Meiden Sie Schlaftabletten oder gehen Sie vorsichtig damit um
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