13.09.2016, 08:52 Uhr

Autobahnpolizei im Dauereinsatz

Viel Schwerverkehr in Ried (Foto: outdoorpixel/Fotolia)

Egal ob Unfälle, der Schwerverkehr oder Dokumentenfälschung. Die Autobahnpolizei in Ried ist täglich im Einsatz.

RIED. (ebe) Wer regelmäßig die Autobahn im Bezirk Ried nutzt, der denkt vor allem an eines: "die ewige Baustelle". Seit Jahren werden Teilabschnitte generalsaniert, noch bis Ferienbeginn im Sommer 2017 ist das Teilstück Ried-Haag dran. Entgegen der Erwartung, das Unfallaufkommen würde im Baustellenbereich steigen, bleibt es im Vergleich zu den vergangenen Jahren gleich. "Ein erhöhtes Unfallpotential birgt die Baustelle grundsätzlich nicht", weiß Gerhard Fellner, Chefinspektor der Autobahnpolizei Ried. "Dieses Jahr verzeichnen wir insgesamt 16 Unfälle mit Personenschaden auf der Strecke von Suben bis Aistersheim, drei davon im Baustellenbereich Ried-Haag, zwei in der bereits fertiggestellten Baustelle in Ort im Innkreis. "Die größte Gefahr ist weder die schmale Spurführung noch die Geschwindigkeit, sondern der Rückstau. Durch plötzlichen Stillstand im dichten Verkehr passieren Auffahrunfälle. Schuld daran ist oft der nicht eingehaltene Sicherheitsabstand", weiß Fellner.

Gute Baustellen-Planung

Hauptsachbearbeiter im Verkehrswesen Ludwig Weigert stellt den Baustellen-Planern ein sehr gutes Zeugnis aus: "Mittlerweile gibt es alle zwei Kilometer Mittelstreifenüberfahrten. So können Einsatzfahrzeuge wenden. Auch Autofahrern bleibt stundenlanges Warten erspart, indem der Verkehr auf die Gegenseite umgeleitet werden kann."

Problem Schwerverkehr

Eine der größten Herausforderungen für die Autobahnpolizei Ried ist die hohe Frequenz beim Schwerverkehr. Der Grenzübergang Suben hat im Vergleich zum Walserberg oder auch zum Brenner um ein Drittel mehr Auslastung. "Dadurch sind auch die angeordneten Schwerverkehrskontrollen häufig", weiß Weigert. "Die Ruhezeiten werden oft nicht eingehalten. Grund dafür sind unter anderem fehlende Parkplätze entlang der Autobahn. Derzeit wird nach Suben ein neuer Parkplatz gebaut." Aber auch mit Fälschungen werden die Polizisten konfrontiert. "Führerscheine, Genehmigungen, Zulassungen, Kennzeichen, Dokumente – gefälscht wird mittlerweile fast alles. Aus diesem Grund sind Dokumentenprüfer bei den Kontrollen dabei", so der Experte.

Ständig präsent

Mindestens eine Streifenbesatzung ist auf den 43 Kilometern Autobahn zwischen Suben und Aistersheim immer auf der Strecke. "Großteils eine Zivilstreife und eine Blaulichtstreife, das sind vier Polizisten. Eine Diensthundestreife ist ebenso dauernd im Bezirk unterwegs." Eine große Herausforderung war die Flüchtlingswelle 2015. Als Supportstelle für Braunau und Ried wurden die Flüchtlinge zur Polizeistation gebracht und weitervermittelt. "Nach dem großen Ansturm sind wir jetzt hauptsächlich mit 'kleiner Schlepperei' beschäftigt. In Fahrzeugen werden zwei bis drei Personen mitgenommen", so Fellner. Drei Arbeitsgruppen hat die Autobahnpolizei Ried: eine für Verkehr, eine Fahndungsgruppe (entstanden aus der früheren Grenzkontrolle) und die Diensthundeinspektion für das Inn- und Hausruckviertel.
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