07.04.2016, 09:43 Uhr

E-Autos: Nachhaltig unterwegs im Straßenverkehr

Andrea und Thomas Zimmerer mit ihrem strombetriebenen Flitzer. (Foto: Zimmerer)

Der Trend zu E-Autos steigt, die breite Masse erreicht das derzeitige Angebot in Oberösterreich aber noch nicht.

BEZIRK. In Österreich gab es 2015 exakt 273 Neuzulassungen von reinen Elektroautos. Dazu kommen noch 74 Fahrzeuge mit Plugin-Hybridantrieb. Die Zahlen zeigen, dass E-Mobilität im Vormarsch ist. "Die Elektro- und Hybridfahrzeuge finden immer mehr Verbreitung. Die Zukunft wird der E-Mobilität gehören, wenn auch der Strom entsprechend umweltfreundlich erzeugt wird", so Manfred Schöberl vom ÖAMTC Oberösterreich.

Elektroautos in allen Klassen

"Besonders hoch ist die Nachfrage in der Hochpreisklasse. Der Autofahrer verbindet Marken wie Tesla, BMW oder VW mit E-Mobilität. Als Alltagsauto hat sich die Technologie noch nicht etabliert", so Schöberl. "Die Bereitschaft der Autofahrer wäre grundsätzlich groß, auf strombetriebene Autos umzusteigen. Allerdings sind die Fahrzeuge in der Anschaffung noch sehr teuer." Mit einer durchschnittlichen Reichweite von 150 Kilometern ist das E-Auto perfekt für kurze Strecken. Das haben sich Andrea und Thomas Zimmerer aus Kirchdorf auch gedacht. Seit drei Jahren fahren die Betreiber eines Spar-Marktes und einer Bäckerei bereits ein strombetriebenes Fahrzeug. "Die kurzen Strecken zur Bank oder auf die Gemeinde sind für Diesel- oder Benzinmotoren ohnehin nicht gut. Deshalb haben wir uns für den nachhaltigeren Weg entschieden. Oft muss ich nur bei Auslieferungen kurz nachfahren, weil etwas vergessen wurde. Da ist das kleine E-Auto, ein Zweisitzer, völlig ausreichend", so Andrea Zimmerer.

Reichweite erhöhen

Die geringe Reichweite lässt allerdings noch so manchen Autofahrer zweifeln, ob er den Weg nach Hause schafft, bevor der Akku leer ist. "Ein Sprung in der Batterietechnologie würde für den Autofahrer mehr Reichweite bedeuten. Dadurch wären die Verkaufszahlen höher und der Preis überschaubarer", so der Experte beim ÖAMTC. International ist eine positive Entwicklung zu beobachten. Während die nordischen Länder Schweden und Norwegen ihre geplanten Zulassungszahlen durch Förderungen und Angebote, wie gratis Parken in der Innenstadt, schon erreicht haben, denkt jetzt auch Deutschland laut über eine Förderung nach. St. Georgen bei Obernberg geht im Bezirk mit gutem Beispiel voran. "Wir in St. Georgen setzen auf Nachhaltigkeit. Neben der Gemeinde befindet sich eine E-Tankstelle, die von den zwischen vier und fünf im Ort befindlichen E-Autos und E-Fahrrädern benutzt wird", erklärt Julia Schwöry vom Gemeindeamt. Weiters stehen kostenlos zwei Leih-E-Bikes zur Verfügung.

E- Tankstellen-Netz

Andrea und Thomas Zimmer haben eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und produzieren somit selbst Strom. Ihr Auto laden sie großteils zu Hause auf. "Die Ladestationen sind in Oberösterreich derzeit so ausgebaut, dass es für die Menge an zugelassenen Fahrzeugen reicht. Wichtig ist, sich schon vor der Fahrt Gedanken zu machen, wo bei einem Engpass die nächste Ladestation ist," weiß Schöberl. Mehr öffentliche Schnellladestationen wären vor allem für die Autofahrer wünschenswert. Denn derzeit dauert das Laden mehrere Stunden. Wenn also Ladeinfrastruktur, Aufladezeigen, Reichweite und Anschaffungspreis den Vorstellungen der Autofahrer entsprechen, kann sich ein Großteil den Umstieg auf ein E-Auto vorstellen.

E-Tankstellen im Bezirk:

Druckstore Bernard, Hannesgrub Süd, Tumeltsham
Smatrics, Braunauerstr., Ried
Fischerleitner GmbH, Eberschwangerstr., Ried
BAV Ried, Danner, Aurolzmünster

Energie AG Power Solution:
Goethestraße, Ried
Gemeindeamt Kirchdorf/Inn
Gemeindeamt, Hohenzell
Gemeindeamt Geiersberg
Gemeindeamt Gurten
Gemeindeamt Waldzell
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