08.08.2016, 08:50 Uhr

Ein Preis für regionales Engagement

Am Bauernmarkt in Ried gibt es jeden Freitag regionale Spezialitäten. (Foto: Bauernmarkt)

Der Rieder Bauernmarkt, Infotech und HotSpot Innviertel - sie alle sind nominiert für den Regionalitätspreis der BezirksRundschau.

OÖ, RIED. (red, ebe). Einen Preis für Projekte, Initiativen und Betriebe, die sich um regionale Wertschöpfung einsetzen und dazu beitragen, Menschen in der Region zu halten. Dieses Ziel hat sich die BezirksRundschau bereits vor sechs Jahren gesetzt, und den Regionalitätspreis ins Leben gerufen. Mittlerweile wird diese Auszeichnung in acht Kategorien verliehen. Sieger in der Kategorie "Junge Ideen" war 2015 das Projekt "Talent.S" aus Ried. In diesem Pilotprojekt vom Techno-Z Ried, gemeinsam mit HAK, HTL und Gymnasium sowie drei regionalen Unternehmern, mussten Schüler Challenges lösen. Ausgezeichnet wurde die Aktion für die Vernetzung der Schulen mit Unternehmen. Simone Mayer, Projektleiterin, meint: "Die Auszeichnung hat uns sehr gefreut und war eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Auch die Bekanntheit des Pilotprojektes ist dadurch gestiegen."

Das Unternehmen Löffler schaffte es im vergangenen Jahr zwar nicht nach ganz oben auf's Stockerl aber zumindest unter die ersten Drei in der Kategorie "Industrie". "Die Idee, Unternehmen und Initiativen vor den Vorhang zu holen, die sich um regionale Wertschöpfung verdient machen, ist hervorragend. Wir haben uns vergangenes Jahr beworben, da dieses Thema genau unserer Philosophie entspricht. Wir produzieren unsere Sportmode immer noch in Ried im Innkreis, wodurch wir 200 Arbeitsplätze sichern", erklärt Löffler-Geschäftsführer Otto Leodolter. Er selbst war beeindruckt von den verschiedenen nominierten Projekten: "Die Menschen hinter diesen außergewöhnlichen Initiativen verdienen Anerkennung. Ein guter Nebeneffekt der Aktion ist, dass die Bekanntheit gesteigert wird."

Bildung ist höchstes Gut

Eine Initiative, die heuer unter den Nominierten ist, ist HotSpot Innviertel. Sie vereint Unternehmen und Organisationen aus den drei Bezirken Braunau, Ried und Schärding. Sie wollen das Innviertel als lebenswerte, attraktive Arbeitgeberregion positionieren. Mit dem ersten Innviertler Bildungsgipfel wurde der Grundstein für den eben erschienenen Bildungskatalog gelegt. Dabei vernetzen sich Schulen und Firmen um voneinander zu profitieren. Von aktiver Zusammenarbeit, gegenseitigen Besuchen bis zu Exkursionen in Betriebe findet sich ein breites Angebot im Bildungskatalog. Dadurch bekommen Schüler Einblick in Unternehmen der Region und Betriebe lernen potenzielle Fachkräfte persönlich kennen.

Lebensqualität durch Regionalität

Oberösterreich ist eine wirtschaftlich erfolgreiche Region mit einem starken sozialen Netzwerk und hoher Lebensqualität. Wie wichtig es ist, sich für den Erhalt der Lebensqualität vor Ort einzusetzen, sieht man Tag für Tag: Betriebe, wie Löffler Sportswear oder Infotech sorgen für Arbeitsplätze im Bezirk, zahlreiche Direktvermarkter versorgen die Einwohner mit heimischen Lebensmitteln aus eigener Hand. Wie auch im Bauernmarkt in Ried. Die Nominierung für den Regionalitätspreis liegt auf der Hand. Seit 1988 bietet der Bauernmarkt Bauern eine Plattform, um ihre Lebensmittel zu verkaufen. Die Genossenschaft ist seit knapp 20 Jahren auch Besitzer einer eigenen Halle mit Wirtshaus und Marktverkauf, jeden Freitag von 12 bis 16 Uhr. "Entstanden ist die Idee aus dem Wunsch heraus, mehr Raum für den Direktverkauf zu haben", weiß Geschäftsführer Franz Litzlbauer. Auf 20 Marktständen wird den Kunden von Fleisch, Milch, Käse, Brot, Honig, Obst bis hin zu Wein aus der Region angeboten. "Wöchtentlich besuchen um die 2000 Besucher den Bauernmarkt, nutzen das Wirtshaus als Treffpunkt, essen zusammen und erledigen gleich ihren Wochenend-Einkauf. Ein Vorteil ist der barrierefreie Zugang und das große Parkplatzangebot im Messegelände. Der Marktcharakter ist ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis", fasst Litzlbauer zusammen.

Wertschöpfung bleibt in der Region

"Regionalität ist für jeden Wirtschaftsraum wichtig. Regionalität im wirtschaftlichen Sinn – also vom Gewerbe bis hin zur Landwirtschaft – bedeutet, die Wertschöpfung in der Region zu halten, denn mit der Wertschöpfung bleiben auch die Arbeitsplätze und damit die Menschen in der Region. Wir wissen aus aktuellen Studien, dass eine hohe Lebensqualität für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch für Unternehmer immer wichtiger wird. Dieser wichtige Standortfaktor spricht für unsere Regionen", so Landeshauptmann Josef Pühringer
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