12.04.2016, 08:16 Uhr

Einblick in die Zukunft der Krebsforschung

Josef Penninger, Gen-Forscher mit Wurzeln im Innviertel, gab am Montag, 4. April Einblicke in seine Forschungsarbeit.

RIED. "Es entspricht scheinbar dem Innviertler Naturell, Paradigmen zu brechen", meinte der renommierte Gen-Forscher Josef Penninger am 4. April im Veranstaltungssaal der Raiffeisen Region Ried. "Das sind gute Voraussetzungen für gelingende Forschungsarbeit", so der Experte. In seinem Institut in Wien wird unter anderem Spitzenforschung im Bereich der Krebsbehandlung betrieben. Mit Hilfe von Stammzellen kann der Mensch zu seinem eigenen "Ersatzteillager" werden, denn Penninger hat es mit seinem Team geschafft, aus menschlichen Stammzellen Blutgefäße zu ziehen. "Das ermöglicht das Nachbauen von beschädigten oder nicht mehr funktionierenden Organen", erklärt Penninger. Publiziert wurde dies allerdings noch nicht. Neben der Suche nach einer Hilfe für Schmetterlingskinder, deren Haut aufgrund eines Gendefekts sehr leicht reißt, forscht Penninger mit seinem Team auch an der Reduzierung von Krebs. "Bei den verschiedenen Krebsarten ist es wichtig, die richtige Bremse für den jeweiligen Krebs zu finden", so Penninger im gut besuchten Vortrag. Dabei legt er auf eines großen Wert: "Auf die Natur zu hören ist besser, als ihr etwas aufzuzwingen."

Der gebürtige Gurtner ist nach wie vor regelmäßig zu Gast in seiner Heimat, auch wenn sein Lebensmittelpunkt derzeit in Wien ist. Penninger ist begeisterter Fußballer und verfolgt nach wie vor die Regionalliga in Gurten. "Eigentlich wollte ich Fußballer werden", meinte der Experte zwinkernd. "Wenigstens darf ich als Genforscher nun in der Ärzte-Nationalmannschaft mitspielen."

Fotos: Doms
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