11.04.2016, 13:22 Uhr

Ried bietet Standort für Fachhochschule

Das Gebiet westlich des Aubaches wurde in "Sondergebiet für Bildungseinrichtungen" umgewidmet

Die Rieder Stadtpolitik will mit einem "hochattraktiven FH-Standort" punkten.

BEZIRK (ebe). Ried steigt ein in den Wettbewerb um einen Fachhochschulstandort. Punkten wollen sie vor allem mit einem "attraktiven und zentralen" Standort. Das Gebiet westlich des Aubaches umfasst rund 100.000 Quadratmeter. Es wurde in der Gemeinderatssitzung am 7. April mit einer Sonderwidmung als Standort für Bildungseinrichtungen versehen. Rund 40.000 Quadratmeter befinden sich im Besitz der ISG, auch die restlichen 60.000 Quadratmeter sind im Falle eines Zuschlages verfügbar. "Das Werben um den Standort wurde eröffnet und Ried nimmt am Wettbewerb teil. Dazu stellen wir die Infrastrukturen zur Verfügung", so Claudia Schoßleitner, VP Stadträtin im Bauausschuss.

Studienrichtung nicht fix

Die Fachrichtung für die Bildungseinrichtung ist noch nicht im Gespräch. "Fakt ist, dass Ried eine Bildungsstadt ist, die nach der Matura wenig Möglichkeiten bietet", betont Stadtrat Max Gramberger. Vizebürgermeister Michael Steffan sieht die Flächenumwidmung als "bildungspolititsches Signal, mit dem das Innviertel einmal mehr eine Vorreiterrolle übernimmt". Rund 1000 Studierende wären nötig, um überhaupt einen Campus installieren zu können. Dazu braucht es unterschiedliche Fachrichtungen und Kooperationen, die eine breite Zielgruppe ansprechen. "Der Standort im Herzen des Innviertels, mitten in Ried, bietet gute Voraussetzungen. Dieses Signal muss in Oberösterreich zur Kenntnis genommen werden", betont Steffan in der Pressekonferenz. Dazu werde man versuchen, sowohl Landeshauptmann Josef Pühringer als auch regionale Politiker mit an Board zu holen, um die Interessen des Innviertels im Bundesministerium zu vertreten.

Zukunftsmusik

Vizebürgermeister Steffan weiß um die hohe Dichte von technischen Betrieben in der Region und sieht Potenzal in der Werkstofftechnologie und dem Maschinenbau. Auch Berufe im Gesundheitswesen sind gefragt, da das Krankenhaus ein großer Dienstgeber ist. "Ebenso die Fachrichtung Agrartechnik, die Landesrat Max Hiegelsberger in Reichersberg ins Gespräch brachte, würde in Ried einen geeigneten Rahmen finden", so Steffan.
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