01.04.2016, 13:53 Uhr

Rieder Alpinisten gelingt die Erstbesteigung des schwierigen Göblberg-Nordwestgrads!

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ine alpinistische Pionierleistung gelang den beiden Rieder Extrembergsteigern Hannes Lama und Julian Tensing: Die Erstbesteigung der als unbezwingbar geltenden Göblberg Nordwand (801 m) über den schwierigen Nordwestgrad. Der zerklüftete Flachhang weist Schwierigkeitsstufen im 0,2. und fallweise auch im Schwierigkeitsgrad 0,3+ auf und bedarf höchster Konzentration. Der Alpinist Hannes Lama: „Der Göblberg wird von Hausruckviertler Schotteruntergrund durchzogen, weswegen bei dieser Extremtour unbedingt Steigeisen anzuraten sind.“ Besonders stolz sind die Alpinisten, die ihr letztes Basislager bei einer Jausenstation am Fuße des Göblberg-Steilhangs eingerichtet haben darauf, dass die Erstbesteigung mit künstlichem Sauerstoff gelang. Der Alpinist Julian Tensing: „Unbestätigten Informationen sollen bereits vor uns Einheimische den Berg bezwungen haben – aber ohne Flaschensauerstoff. Darüber liegen uns aber keine Aufzeichnungen vor.“ Diese von eingeborenen Jägern immer wieder vorgebrachten Gerüchte gelten zudem als extrem unwahrscheinlich – ist der Göblberg doch als einziger 800er im Hausruckwald ein wahrer Gigant dieser imposanten Bergwelt. Die besondere Herausforderung für die beiden Alpinisten war der beinahe vertikale 30 Meter steile, kaminartige Schlussanstieg. „So etwas haben wir zum letzten Mal beim Cerro Torre in Chile erlebt. Der verharzte faserige Untergrund dieser Vertikalen verzeiht dir keinen Fehler. Da hält nichts, auch keine Tuber, die ja auf Fels ausgerichtet sind. Ich glaube mich hat die Göblberg-Nordwand auch menschlich verändert!“ erzählt ein sichtlich gezeichneter Hannes Lama. „Auf dieser Schlussetappe gibt es kein Fixseil, keine Sicherungen, das ist Free-Style-Climbing auf höchster Kletterstufe!“ Dafür ist die Aussicht nach Absolvierung dieser Schlüsselstelle eine unbeschreibliche. „Man kann über Frankenburg, den Attersee hinunter sogar die Erdkrümmung erahnen!“ weiß Hannes Lama. Und Julian Tensing ergänzt: „Ich bilde mir ein, mit freiem Auge die Chinesische Mauer gesehen zu haben!“
Nachdem dieser größte Gipfel im Hausruckwald nun endlich mit künstlichem Sauerstoff bezwungen wurde, haben die beiden Rieder Bergsteiger für den 1. April 2017 bereits neue Ziele: Die Seven Second Summits, also alle Siebenhunderter im Hausruckwald – ohne künstlichen Sauerstoff.
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