14.04.2016, 09:13 Uhr

Rieds Gemeinden rüsten sich für die Zukunft

(Foto: FACC)

In den letzten fünf Jahren ist die Einwohnerzahl im Bezirk gestiegen. Neue Baugründe, viele Arbeitsplätze und eine gute Infrastruktur ziehen die Menschen an.

BEZIRK (ebe). Mit dem Stichtag des 1. Jänner 2016 wohnen im gesamten Bezirk Ried 59.878 Menschen. Das bedeutet eine Steigerung seit 2010 um mehr als 1200 Personen. Besonders in den letzten beiden Jahren sind die Einwohnerzahlen stark gestiegen. Ein Blick auf die Zahlen der einzelnen Gemeinden gibt Einblicke in die Entwicklung. In zwölf Gemeinden ist die Einwohnerzahl gesunken. Eine davon ist Mettmach. "Ein großer Teil der Jugendlichen geht in die Zentralräume, um zu studieren. Davon war Mettmach sehr massiv betroffen", erklärt Bürgermeister Gaisbauer. "Die Umwidmung von Baugründen ist im Gespräch, auch "Junges Wohnen" ist geplant. Dabei werden für Menschen unter 30 Jahren Startwohnungen zu günstigen Konditionen angeboten. Unsere Bestrebungen gehen in Richtung Wachstum, die Tendenz ist derzeit durch eine hohe Geburtenrate auch steigend", so Gaisbauer über die Situation. St. Georgen bei Obernberg muss ebenso sinkende Zahlen hinnehmen. "Ein klarer Trend lässt sich nicht erkennen. Ein Teil der jungen Einwohner geht studieren, vereinzelt ziehen Personen in andere Gemeinden, die Nachfrage nach Wohnungen und Baugründen steigt", so Bürgermeister Gerhard Wipplinger. "Wir sind zwar eine kleine Gemeinde, liegen aber sehr zentral zu größeren Gemeinden oder Städten, die Arbeitsplätze bieten."

Hohes Wachstum

In den 24 weiteren Gemeinden im Bezirk ist die Zahl der Bewohner entweder gleich geblieben oder angestiegen. St. Martin und Reichersberg gehen mit vergleichsweise hohem Wachstum, rund zehn Prozent, aus der Statistik hervor. Sie sind bekannt als Wirtschaftsstandorte und den damit verbundenen Arbeitsplätzen. Durch die optimalen Verkehrsanbindungen und der Infrastruktur ist St. Martin auch als Wohnort attraktiv, und das obwohl der Preis für Baugründe gestiegen ist. "Wir legen unter anderem Wert auf familienfreundliche Strukturen, wie der ganztägigen Betreuungsmöglichkeit von Kindern. So können Beruf und Familie gut vereinbart werden", betont Hans Peter Hochhold, Bürgermeister in St. Martin.

Projekte und Ideen

Reichersberg setzt auf die Meinung der Bürger und nimmt sie ernst. Mit dem in Kürze startenden Agenda 21-Prozess wird in Projektgruppen an Themen wie Ortsentwicklung oder Gesundheit gearbeitet. "Die bestehenden Vereine leisten schon sehr gute Arbeit. Es ist bedeutsam festzulegen, in welche Richtung wir als Gemeinde wollen. Streben wir weiter Wachstum an? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen? Mir ist die Meinung der Bürger enorm wichtig und ich will sie ernst nehmen", so Bürgermeister Bernhard Öttl. St. Martin plant gerade eine E-Tankstelle in der Gemeinde. "Die Nähe zur Autobahn soll die Fahrer nach St. Martin locken, um dort aufzutanken und eine kurze Auszeit zu genießen. Unser Ziel ist eine Schnellladestation", so Hochhold. Der Gemeindearzt Clemens Novak geht schon mit gutem Beispiel voran. Er hat seinen Mitarbeitern ein E-Auto zur Verfügung gestellt, das via Car-Sharing von allen Mitarbeitern genutzt werden kann – eine Idee mit Zukunft.
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