07.07.2016, 08:28 Uhr

ServusTV: "Hoagascht-Dreh" im Innviertel

Conny Bürgler, Moderatorin, in der Tanzprobe der Krammerer Zeche. (Foto: ServusTV)

ServusTV gibt im September in der Sendung "Hoagascht" einen Einblick in die Innviertler Gstanzl-Tradition. Vor kurzem fand der Dreh in Andrichsfurt statt.

ANDRICHSFURT. Gstanzl erklingen spontan, ungekünstelt und grob. Sie sind ein fester Bestandteil im Innviertler Kulturgut und weit über die Grenzen bekannt. ServusTV hat sich im Innviertel auf Entdeckungsreise begeben und ist - wenig überraschend - bei der Krammerer Zeche gelandet. In einer Sendung der Reihe "Hoagascht" berichten sie im September über die Innviertler Tradition.

Dreh in Andrichsfurt

Beim Dreh mit den Krammerer Sängern im Juni beim Wirt z'Pötting in Andrichsfurt begab sich die Moderatorin Conny Bürgler in die Welt der Gstanzlsänger. Sie bekam Einblicke in den Ursprung der Innviertler Landler, die Zechen und schwang in einer Tanzprobe der Krammerer Zeche gleich selbst das Tanzbein. Beim Besuch des Aspacher Gstanzlsingens lernt sie den Niederbayrischen Humoristen Hubert Mittermeier kennen. Dabei trifft sie auch die Bandlkrama rund um Florian Michlbauer zu einem gemütlichen Plausch im Ortszentrum von Aspach.
Früher als Unterhaltung, Konfliktaustragung und Liebeswerbung eingesetzt, dienen die Gstanzln heute vorrangig der Unterhaltung von feiernden Gesellschaften. "Ganz speziell ist der verzogene 3/4 Takt, wie er gesungen, getanzt und gespielt wird. Von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden sich die Landler übrigens. Es gab früher Gemeinden, die hatten bis zu drei verschiedene Landler", weiß Josef Gumpinger, einer der Sänger. Der typische Innviertler Landler bildet mit den Gstanzln übrigens eine stilistische Einheit. Jede Zeche hatte ihren eigenen Tanz. Die Gstanzln werden zweistimmig gesungen, Nach dem vierzeiligen Text folgt das Almern. "Das spezielle am Innviertler Landler ist die Summer aus Tanzfolge, Musik und Gesang", weiß Zechmeister Robert Großpointner, "Das macht ihn einzigartig und hebt ihn von allen anderen Tänzen ab."

Die Krammerer Zeche

Die Ortschaft Krammern zwischen Andrichsfurt und Utzenaich gilt als Namensgeber für die älteste Zeche in der Region. Sie soll bereits vor 1750 bestanden haben. Nach 35 Jahren Unterbrechung starteten 1992 einige Jugendliche wieder durch. Sie lernten das Landlertanzen und gründeten die Zeche neu. Neben dem Landler tanzen sie auch Volkstänze und Plattler. Daraus schlossen sich die Krammerer Sänger zusammen. Und das Interesse an dieser Tradition ist nach wie vor groß. Neben einer Landlermusik mit Bläser und Geigen, einer Saitenmusik und der Wiederentdeckung der Maultrommel gehören derzeit 39 aktive Mitglieder zur Zeche. Zu den Krammerer Sängern gehören der Zechmeister Robert (Gitarre), ein Harmonikaspieler und fünf Sänger.


Erstausstrahlung der Hoagascht Sendung "Gstanzl und Trutzgsangl" am 24. September 2016 auf ServusTV
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