04.10.2016, 12:36 Uhr

"Interview mit meinem Chef"

Die beiden Fill-Lehrlinge Michael Hofinger (links im Bild) und Stefan Preinfalk im Interview mit Fill Geschäftsführer Wolfgang Rathner. (Foto: Fill)

"Was ich immer schon mal wissen wollte!" Die Lehrlinge Michael und
Stefan fragen nach.

Im Rahmen der Aktion "Lehrlingsredakteure" der BezirksRundschau stand Fill Geschäftsführer Wolfgang Rathner zum Thema "Lehrlinge & Lehrlingsausbildung" Rede und Antwort.

Seit wann gibt es die Gleitzeit für Lehrlinge und weshalb wurde sie eingeführt?
Wolfgang Rathner: Die Gleitzeit für Lehrlinge gibt es seit 2006. Das funktionierte zuvor schon bei den Angestellten und Arbeitern sehr gut und erhöhte die Flexibilität der Mitarbeiter, daher wurde das Gleitzeitmodell auch für die Lehrlinge übernommen. Nur in den ersten sechs Monaten haben diese eine fixe Arbeitszeit von 7.00 bis 15.45 Uhr.

Wann wurde die vielseitige Lehrlingsausbildung (Fräsen, Drehen, Schweißen,…) eingeführt?
Die Ausbildung war von Anfang an, also seit 1966, sehr vielseitig und hat einen hohen Stellenwert. Die Lehrlinge waren schon immer an den unterschiedlichen Maschinen und Arbeitsplätzen im Einsatz. Eine eigene Lehrwerkstätte mit Lehrlingsausbildner gibt es bei Fill seit zwölf Jahren. Ziel der dualen Ausbildung ist das Erlernen der Tätigkeiten sowohl in der Praxis als auch in der Theorie.

Gab es schon immer eine solch gute Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung?
Früher haben die Lehrlinge in ihrer Freizeit auf die Prüfung gelernt. Seit ungefähr 15 Jahren werden die Lehrlinge gezielt im Haus auf die Abschlussprüfung vorbereitet.
Welche Kriterien muss man für eine Lehrstelle bei Fill erfüllen?
Ausschlaggebend sind die Schnupperlehre, das Zeugnis, der Eignungstest und das Bewerbungsgespräch.

Welche Zukunftschancen haben Lehrlinge bei Fill, nachdem sie die Lehre abgeschlossen haben?
Bei Fill zählt nicht der akademische Grad, sondern der Hausverstand. Ungefähr die Hälfte der heutigen Führungskräfte hat mit einer Lehre im Unternehmen begonnen. Mit persönlichem Einsatz und der Bereitschaft zur Weiterbildung stehen einem bei Fill sämtliche Möglichkeiten – bis hin in die Geschäftsführung – offen.

Wie wird die Lehrlingsausbildung in Zukunft aussehen?
Im technischen Bereich wird sich in Bezug auf Industrie 4.0 noch einiges verändern, vor allem bei der Digitalisierung, der Automatisierung und der Elektrotechnik. In Zukunft wird es auch eine europaweit anerkannte Fill Ausbildung, die in etwa dem Meister entspricht, geben. Dennoch werden die handwerklichen Fähigkeiten noch eine wichtige Rolle spielen.

Wird die Anzahl der Lehrlinge in den nächsten Jahren steigen?

Ja, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, werden ab dem nächsten Jahr circa fünfzig Prozent mehr Lehrlinge ausgebildet. Pro Jahr nehmen wir dann 15 bis 20 neue Lehrlinge auf.

Was macht Fill über die Lehre hinaus für seine Lehrlinge?

Es gibt eine Reihe von Workshops und Seminaren zu Themen wie Schweißen, Fluidtechnik, Suchtprävention, Umgang mit Geld, Gewaltprävention, Teambuilding und vieles mehr. Die Lehrlinge haben einen eigenen Verhaltenskodex ausgearbeitet, der im Unternehmen gelebt wird. Dadurch halten wir alle zusammen wie eine große Familie!

Wie viele Jugendliche bewerben sich bei Fill pro Jahr als Lehrling?

Wir bekommen zicra 80 bis 100 Bewerbungen jährlich. Durch die Schnupperlehre, die Präsenz auf den Lehrlingsmessen und unsere ausgezeichnete Lehrlingsausbildung haben wir einen hohen Bekanntheitsgrad.

Seit wann bildet Fill Lehrlinge aus und übernimmt der Betrieb jeden einzigen Lehrling nach der Lehrabschlussprüfung?
Der erste Lehrling wurde 1967 eingestellt. Seither ist die Zahl der Lehrlinge kontinuierlich gestiegen. Ziel ist es, alle Lehrlinge nach der Abschlussprüfung zu übernehmen und so die Fachkräfte für die Zukunft zu sichern.
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