07.04.2016, 13:15 Uhr

Lange Nacht der Foschung in Ried: Es gibt viel zu entdecken

Bei der Langen Nacht der Forschung werden die Besucher wieder ins Staunen versetzt. (Foto: BRS)

Neun Standorte gewähren im Bezirk Ried einen Blick hinter die Kulissen.

BEZIRK (kat). Selbst experimentieren, an Führungen und Präsentationen teilnehmen und Entwicklern über die Schulter schauen. All das und noch viel mehr ist bei der Langen Nacht der Forschung am Freitag, 22. April 2016, wieder möglich. Im Bezirk Ried findet die Lange Nacht der Forschung bereits zum dritten Mal statt. "Beim letzten Mal, 2014, konnten wir rund 5500 Besucher an sechs Standorten begeistern. Mit dieser Zahl sind wir in Oberösterreich auf Platz zwei gelandet, hinter Linz. Das zeigt, wie beliebt die Veranstaltung ist", freut sich Christoph Schöndorfer vom Techno-Z Ried.

Dieses Jahr wartet der Bezirk Ried mit neun Stationen auf. Von 17 bis 23 Uhr öffnen Unternehmen und Institutionen ihre Pforten, um jungen und älteren Besuchern zu zeigen, wie Forschung, Technologie und Innovation tagtäglich gelebt werden. Mit dabei sind heuer FACC, das Krankenhaus Ried, die OÖ. Besamungsstation, Hartjes/Mucos, Benteler SGL, Wintersteiger, Scheuch, die HTL Ried und das Techno-Z.

Hinter den Kulissen

"Es ist wichtig, an der Langen Nacht der Forschung teilzunehmen, um junge Menschen für Technik zu begeistern. Unser Nachwuchs und unser Standort in Oberösterreich müssen abgesichert werden", begründet Geschäftsführer Jörg Jeliniewski die Teilnahme von Scheuch. Das Unternehmen ist in vielen Bereichen der Luft- und Umwelttechnik Vorreiter. Am 22. April können die Besucher dort beispielsweise eine abenteuerliche Reise durch ein riesiges Rohrleitungssystem unternehmen. "Wir freuen uns schon sehr und versprechen, auch in zwei Jahren wieder dabei zu sein", so Jeliniewski.

Die Wintersteiger AG ist seit Beginn an dabei. Der Weltmarktführer in den Bereichen Seedmech, Sports und Woodtech zeigt den Besuchern Schritt für Schritt, wie neue Produkte entstehen. "Wir wollen zeigen, wie vielschichtig Wintersteiger ist, schließlich sind wir in vielen verschiedenen Bereichen tätig", sagt Vorstandsmitglied Christian Rauscher.

Auch die FACC AG ist bereits zum dritten Mal Teil der Langen Nacht der Forschung. "Die ersten beiden Male hatten wir zirka 1000 Besucher. Wir werden auch heuer wieder einen interessanten Querschnitt der Luftfahrtentwicklung zeigen", erklärt FACC-Vorstandsmitglied Robert Machtlinger. Gestartet wird im Technologiezentrum, danach geht es in die Werke 2 und 3.

Die HTL Ried will am 22. April zeigen, wie spannend Technik und Forschung sind. "Neben dem Schwerpunkt Maschinenbau/Leichtbau stellen wir unsere neue Fachrichtung vor: Agrar- und Umwelttechnik. Wir bilden die Schüler am Puls der Zeit für die Firmen der Region aus. 2014 hatten wir mehr als 800 Besucher, die sonst vielleicht nie die HTL betreten hätten", so Direktor Wolfgang Billinger.

Premiere bei der Langen Nacht der Forschung feiert heuer das Krankenhaus Ried. Für die Teilnahme gibt es zwei Gründe, wie der Ärztliche Direktor Johannes Huber berichtet: "Erstens ist die Forschung in der Medizin ein großes Thema. Zweitens wollen wir die Fachhochschule für Pflege am Vinzentinum vorstellen." Michael Pagani, Direktor des Vinzentinums, fügt hinzu: "Der Studiengang wird heuer zum dritten Mal gestartet. Wir lassen hinter die Kulissen der Ausbildung blicken." Weiters hat man die Gelegenheit, das Rieder Spital einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. Zum Beispiel erhält man Zutritt zum OP, ohne Patient zu sein – Erinnerungsfoto inklusive.

Auch die OÖ. Besamungsstation ist zum ersten Mal dabei. "Wir wollen zeigen, dass Landwirtschaft modern ist. Genauso wie andere Betriebe, entwickelt auch sie sich weiter", informiert Geschäftsführer Josef Miesenberger. Die Besucher erfahren beispielsweise etwas über genomische Selektion, über Klimaschutz oder darüber, welche Technologien in der Fortpflanzung beim Rind verwendet werden. "Ehrlich gesagt, sind wir etwas nervös", gesteht Miesenberger.

Benteler SGL wurde vor zwei Jahren fast überrannt, diesmal ist das Unternehmen auf den Besucherstrom vorbereitet. "Wir entwickeln Leichtbaulösungen für die Automobil-Industrie. Auf 12.000 Quadratmetern wird Forschung und Entwicklung betrieben. Bei der Langen Nacht der Forschung wollen wir die Menschen begeistern. Wir präsentieren entsprechende Ausstellungsstücke und werden Serienanlagen laufen lassen", erklärt Geschäftsführer Helmut Ascher.

In Pramet öffnen Hartjes und die Tochterfirma Mucos ihre Pforten. Die Besucher erfahren Schritt für Schritt, wie Schuhe entstehen und wie vielfältig Kork einsetzbar ist.

Bei der Langen Nacht der Forschung nicht fehlen darf natürlich das Techno-Z. "Wir zeigen die Forschung und Entwicklung, die hier im Gebäude passiert. Insgesamt stellen sich sechs Unternehmen vor", so Schöndorfer.

Einen Nachbericht zur Langen Nacht der Forschung 2016 im Bezirk Ried mit vielen Fotos finden Sie hier

Die Standorte

Techno-Z Ried Technologiezentrum GmbH
Molkereistraße 4, 4910 Ried im Innkreis

Benteler SGL Composite Technology GmbH
4974 Ort im Innkreis 230

FACC AG
4973 St. Martin Im Innkreis, Breitenaich 52

Hartjes Gesellschaft m.b.H.
4925 Pramet 67

HTL Ried im Innkreis
Molkereistraße 2, 4910 Ried im Innkreis

Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Betriebsges. m. b.H und FH-Studienstandort Vinzentinum Ried

4910 Ried, Schlossberg 1

OÖ. Besamungsstation
4921 Hohenzell, Dr. Otmar Föger Straße 1

Scheuch GmbH
4971 Aurolzmünster, Weierfing 68

Wintersteiger AG
Johann-Michael-Dimmelstrasse 9, 4910 Ried im Innkreis

Durch Klick auf die Firmennamen gelangen Sie direkt zum Programm der einzelnen Teilnehmer.

Kostenloser Shuttlebus

Auch heuer werden für die Besucher wieder Shuttlebusse zur Verfügung gestellt. Kostenlos und bequem geht's von 17.30 bis 23 Uhr von einem Ausstellungsort zum nächsten. Startpunkt ist das Techno-Z Ried.
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