23.03.2016, 14:07 Uhr

"Reichersberg als Agrar-FH-Standort bestens geeignet"

Nationalrat Manfred Hofinger mit Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter zu Gast im Stift Reichersberg. (Foto: OÖ Bauernbund)

Im Interview mit der BezirksRundschau erklärt Manfred Hofinger sein Engagement für die Etablierung einer agrarischen Fachhochschule im Innviertel.

REICHERSBERG. Einmal mehr spricht sich der Innviertler ÖVP-Abgeordnete Manfred Hofinger für Reichersberg als Standort für die Einrichtung einer Agrar-Fachhochschule aus. Diesmal unterstützt von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Denn anlässlich seines Innviertel-Tages hat sich dieser beim Besuch im Stift von Lage, Raumangebot aber der vorhandenen Infrastruktur überzeugt.

BezirksRundschau: Ein Fachhochschulstandort im Innviertel wird immer realistischer. Warum haben Sie sich von Beginn an so stark dafür eingesetzt?
Hofinger:
Es gibt vier Standorte in Oberösterreich: Hagenberg, Linz, Steyr und Wels. Da ich davon überzeugt bin, dass wir Wissenschaftsstandorte in den Regionen verankern und dezentrale Bildungseinrichtungen forcieren müssen, ist ein Standort auch im Innviertel notwendig.

Warum genau der Standort in Reichersberg?
Die Innviertler Betriebe suchen ständig nach hochqualifizierten Fachkräften. Es ist wichtig, diese in der Region auszubilden, damit wir nicht nur den Wirtschaftsstandort stärken, sondern die Region als lebendigen Lebens- und Arbeitsraum erhalten. Reichersberg bietet hierfür die besten Bedingungen, zumal auch ausreichend Versuchsflächen zur Verfügung stehen. Und mit der Einbindung Bayerns wird das Einzugsgebiet sowohl für die Studierenden als auch für die Betriebe, die davon profitieren, noch vergrößert.

Weshalb wurde der Schwerpunkt Agrar angestrebt? Brauchen wir nicht auch in anderen Bereichen hochqualifizierte Fachkräfte?

Natürlich, eine Weiterentwicklung des Campus mit mehreren Studienrichtungen, wie etwa im technischen Bereich, ist durchaus möglich und sinnvoll. Aber auch die Agrartechnik bietet Möglichkeiten zur Vernetzung. Damit werden Arbeitsplätze für die Zukunft geschaffen. Zudem braucht es – und das bestätigt auch die aktuelle Preis- und Marktsituation für heimische Lebensmittel – künftig ein professionelles Agrarmarketing. Von diesen Angeboten profitieren die Landwirtschaft, die regionalen Betriebe und der heimische Konsument.
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