12.07.2016, 13:18 Uhr

Eine Reise in die Vergangenheit

Der Sozialhilfeverband Rohrbach lud pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige zu einem Besuch auf den Unterkagererhof in Auberg ein. (Foto: Foto: privat)

Der Sozialhilfeverband Rohrbach lädt pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige zu einem Besuch auf den Unterkagererhof in Auberg ein.

BEZIRK. Da sTeam der Tagespflege des Bezirksalten- und Pflegeheimes Kleinzell veranstaltete für die Gäste der Tagesbetreuung nd ihre Angehörigen einen Ausflug zum Unterkagererhof – einem kostbaren Juwel bäuerlichen Kulturerbes. Mit dieser Einladung bedankte sich der Sozialhilfeverband Rohrbach bei den pflegendenAngehörigen für deren tägtägliches Engagement. Zusätzlich sollte die Gelegenheit geboten werden, neben dme mitunter beschwerlichen Betruungsalltag auch angenehme Stunden mit ihren pflegebedürftigen Familienmitgliedern zu verbringen.

Erinnerungen wachrufen

Im Rahmen einer Führung durch das jahrhundertealte Gehöft erhielten die Besucher Einblicke in das bäuerliche Leben vergangener Zeiten. Auch Menschen mit Demenz, deren Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt ist, können sich an Ereignisse in der Vergangenheit noch sehr gut erinnern. So wurden durch diesen Ausflug Erinnerungen wachgerufen, welche viele anregende Gespräche über die Kinder- und Jugendzeit der Besucher zur Folge hatten. Nach der Führung ließen die Teilnehmer den Nachmittag gemütlich bei Kaffe und Kuchen ausklingen und waren sich schlussendlich alle enige: "So einen Ausflug machen wir bald einmal wieder".

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Die Angehörigen konnten an diesem Nachmittag ihre persönlichen Erfahrungen untereinander austauschen bzw. auch mit Sozial- udn Demenzberaterin Gerlinde Arnreiter, sowie Pflegedienstleiterin Elisabeth Grill über ihre Sorgen udn Probleme im Zusammenhang mit der Pflege und Betreuung ihrer Familienmitglieder sprechen. Der positive Effekt einer umfassenden emotionalen Unterstützung wurde bereits vielfach wissenschaftlich nachgewisen und auch von den Angehörigen wurde immer wieder bestätigt: "Es tut gut, sich die Probleme von der Seele reden zu können bzw. sich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen – frei nach dem Motto 'Geteiltes Leid ist halbes Leid'". Sie beteuerten auch immer wieder den entlastenden Effekt der Tagesbetreuung, welche von Diplomsozialbetreuerin Anita Leibetseder mit viel Engagement geleitet wird. Durch die Betreuung eines pflegebedürftigen Familienmitgliedes bleibt für die Angehörigen oft wenig Zeit ihren persönlichen Interessen nachzugehen, denn mit zunehmender Pflegebedürftigkeit können vor allem Menschen mit Demenz kaum mehr alleine gelassen werden. Dabei ist es für die psychische und physische Gesundheit der Angehörigen von enormer Bedeutung immer wieder "Auszeiten von der Pflege" nehmen zu können.
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