23.03.2016, 19:00 Uhr

Feuerwehren sind stark unter Druck

Der Kommandat der Feuerwehr Kasten Roland Vierlinger und Stellvertreter Kurt Hörschläger wollen grüne Dienstbekleidung behalten: Aus Spargründen. Blaue Schutzbekleidung ist aus Sicherheitsgründen gerechtfertigt.

Kommandant kritisiert neue Bekleidung und zunehmende Bürokratie.

BEZIRK, ST. PETER. "Bei der Kommandanten-Dienstbesprechung Ende 2014 wurde uns eröffnet, dass Oberösterreichs Feuerwehren in Zukunft einheitlich blau gekleidet werden sollen“, berichtet Roland Vierlinger, Kommandant der Feuerwehr Kasten: „Beginnend mit der Schutzbekleidung, wird die Umstellung in Folge auch für die Dienstbekleidung überlegt.“ Vor allem für Kleinfeuerwehren sei dies eine zusätzliche Belas-#+tung. „Bei der Umstellung der Schutzbekleidung gehe es um Sicherheit, das ist okay“, ergänzt sein Stellvertreter Kurt Hörschläger.
Bei der Dienstbekleidung gehe es aber rein um die Optik. „Unverständlich in Zeiten des allgemeinen Sparens“, sagen die beiden Feuerwehrmänner. Bezirks-Feuerwehrkommandant Josef Bröderbauer versteht die Aufregung nicht. Er erläutert: „Es stimmt, dass die Schutzbekleidung vor allem aus sicherheitstechnischen Überlegungen auf blau umgestellt wird. Da gibt es eine Zehnjahresfrist. Zur Dienstbekleidung: Da wurde vorerst nur eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Noch gibt es keine Entscheidung.“

Atemschutzuntersuchungen
Kommandant Vierlinger entgegnet: „Das ist uns nicht so vermittelt worden. Dann muss man sich klarer ausdrücken.“ Einige Feuerwehren hätten laut Vierlinger bereits eine „leichte Einsatzbekleidung“ in Blau als Dienstbekleidung eingekauft.

Über Brief geärgert
Ihn ärgert auch ein Brief des Landesfeuerwehrkommandanten vom Februar. „In diesem wird über die Anhebung der Ärztekosten für Atemschutzuntersuchungen informiert – mit dem abschließendem Hinweis, bei der Suche nach kostengüns-#+tigen Abwicklungsmöglichkeiten mitzuwirken“, sagt er: „Das ist aber wohl Aufgabe der Gemeinde.“

Erdrückende Bürokratie
Uns werden immer mehr Aufgaben übertragen. Der Bürokratismus nimmt zu. Hörschläger ergänzt: "Nun sollen wir mit dem neugeschaffenen Finnentest selbst unsere Atemschutzleute regelmäßig auf Tauglichkeit trainieren und tes-#+ten.“ Diese Umstände und verstärkter Bürokratismus würden die Feuerwehrkameraden immer mehr belasten: Das bestätigt auch der Kommandant der Feuerwehr Hörleinsödt, Gerald Andexlinger.

Viele Festl-Auflagen
„Durch zusätzlich vermehrte Auflagen bei Feuerwehrfesten geraten vor allem kleine Feuerwehren verstärkt unter Druck“, kritisiert Vierlinger.
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