26.04.2016, 14:48 Uhr

Innovative Ideen für nachhaltige Willkommenskultur im Mühlviertel

Reger Austausch an den Tischen. (Foto: Foto: RMOÖ)

Die Regionalmanagement OÖ GmbH bringt Gemeinden, Verwaltung- und Service-Einrichtungen an einen Tisch.

BEZIRK. In Freistadt fand vor kurzem der regionale Innovationsworkshop zum Projekt „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung in der Region Mühlviertel“ statt. Die Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) hatte Expertinnen und Experten aus Gemeinden, Schulen, Betrieben, Servicestellen wie dem AMS, der WKO, dem BFI und der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria dazu eingeladen.

Standort attraktiver gestalten

Das Projekt der Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ), welches in Zusammenarbeit mit der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria durchgeführt wird, hat zum Ziel, die Willkommenskultur in Oberösterreich für zu- und rückgewanderte qualifizierte Fachkräfte qualitativ zu verbessern, zu standardisieren und für die oberösterreichischen Gemeinden und Unternehmen im Alltag lebbar zu machen. „Mit diesem Projekt wollen wir den Stellenwert, den eine durchdachte Willkommenskultur für die oberösterreichische Wirtschaft und das Gemeindeleben hat, sichtbar machen“, sagt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl. „Qualifizierte Zu- und Rückwanderer haben ein enormes Potenzial für die regionale Wirtschaft. Um diese langfristig in der Region zu halten, müssen wir den Standort Oberösterreich noch attraktiver gestalten. Dazu gehört eine strukturierte Willkommenskultur in Gemeinden und Betrieben.“

Wichtige Helfer

Öffentliche Einrichtungen und soziale Organisationen sollen als „Helfer“ wahrgenommen werden. Wichtig ist die Imagepflege der Mühlviertler Unternehmen für einen attraktiven Standort bzw. als attraktiver Dienstgeber. Das Vereinsleben und Freizeitaktivitäten werden als wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in der Region gesehen. Studierende an den FHs und Unis sollen durch gezielte Maßnahmen wie zum Beispiel Thementagen und Infotouren für das Mühlviertel begeistert werden. Der Informationsaustausch der Gemeinden bei den Themen Kinderbetreuung und der Verfügbarkeit von Wohnungen und Bauflächen soll vertieft werden. Auch eine zentrale Informationsseite oder -stelle für alle Belange des Ankommens, die gemeinsam mit zu- und rückgewanderten Personen redaktionell gestaltet werden könnte, wurde besprochen. Mentoren, „Gemeindelotsen“ könnten als Unterstützer bei der Ankunft in der Region eingesetzt werden.

Reger Austausch

Die Workshop-Teilnehmer waren vom Austausch begeistert und wollen gemeinsam an ihren Themen weiter arbeiten. Gleichzeitig wird an einer Servicebroschüre für Multiplikatoren gearbeitet. Die Broschüre soll Kontaktadressen von Behörden und Informationen enthalten, die für Neuankömmlinge wichtig sind und den Multiplikatoren wie Gemeindeämtern und Personalbüros zur Verfügung gestellt werden. Demnächst können Gemeinden und Betriebe auch den „Willkommens-Check“ durchführen. Das Online-Tool ermöglicht es, die Kompetenzen in Sachen Willkommenskultur zu prüfen und Stärken und Schwächen zu definieren. Aufbauend auf den Ergebnissen des Checks sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Willkommenskultur umgesetzt werden, wobei die Gemeinden auch bei diesen Prozessen von der RMOÖ begleitet werden.
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