06.07.2016, 12:14 Uhr

Konsulent Josef Keinberger verstorben

Josef Keinberger erhielt 2014 den Konsulententitel. (Foto: Foto: Land OÖ)
ROHRBACH-BERG. Im Alter von 86 Jahren ist Maler und Grafiker Josef Keinberger verstorben. Keinberger war ein vielfach ausgezeichneter und preisgekrönter Rohrbach-Berger, Konsulent und Ehrennadelträger der Gemeinde Rohrbach. Über die Grenzen hinweg war er für seine Bilder – idyllische Landschaftsmalerei, Bilder von Gebäuden oder Porträts bekannt. Viele Jahre lang hat er die Konterfeis der Priester im Stift Schlägl gezeichnet, wenn sie ihren 80sten Geburtstag gefeiert hatten. Darunter auch seinen Bruder Augustin, Pfarrer in Ulrichsberg.

Begnadeter Urkunden-Maler

"Ich wünsche mir selbst, dass die Betrachter mit meinen Bildern etwas anfangen können und die Harmonie des Bildes auf den Betrachter übergeht", hat er einmal gesagt. "Immer wenn in den beiden Gemeinden Ehrungen angestanden sind, war Sepp Keinberger zur Stelle und gestaltete wirklich großartige Ehrenurkunden", erinnert sich Bürgermeister Andreas Lindorfer in seiner Trauerrede an den Verstorbenen. "Von Sepp Keinberger stammte die Idee und der Entwurf zum Gemeindewappen von Berg. Er war es aber auch, der 1986 die Stadterhebungsurkunde von Rohrbach entworfen und umgesetzt hat. Beide Urkunden schmücken derzeit mein Büro. Kurzum war er schon zu dieser Zeit ein typischer „Rohrbach-Berger“ und somit seiner Zeit schon etwas voraus", würdigt ihn der Bürgermeister. "Mich freut es daher umso mehr, dass es Sepp noch vergönnt war, trotz seines hohen Alters, die Wappenverleihungsurkunde der neuen Stadtgemeinde Rohrbach-Berg anzufertigen. Wie das Leben so spielt, wurde mir diese Urkunde erst gestern durch Landesrat Max Hiegelsberger überreicht."

Künstler ohne Starallüren

Keinberger hat seine Freude an der Kunst gerne mit anderen Menschen geteilt und 1982 die Porträt-Zeichengruppe in Aigen-Schlägl mitbegründet. Dort trifft man sich jeden Mittwoch um 19 Uhr, um dem Hobby zu frönen. Keinbergers Freund Franz Gumpenberger lobt ihn als Künstler ohne Starallüren, dessen „Bilder in ehrlicher Arbeit entstehen. Nicht schnell hingeschmissene oder gar aus Kübeln geschüttete Farbe, sondern überlegtes, durchdachtes Handeln prägten seine Werke.“ Mit diesen habe er unsere schöne Heimat unvergesslich verewigt und auch zahlreiche alte Häuser vor dem Untergang bewahrt. "So wie Stifter geschrieben hat, so malt Keinberger", sagte Gumpenberer. Erst 2014 zeigte Keinberger einige seiner Bilder in einer Ausstellung in der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach.

Kunst im Bezirk geprägt

Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner sagt damals: „Durch sein jahrzehntelanges Wirken hat er die Kunst und Kultur im Bezirk nachhaltig geprägt.“

Um Keinberger trauern seine Frau Pauline und die Kinder Peter, Paul, Lydia, Rüdiger und Ernst sowie Bruder Augustin. Das Begräbnis findet am Mittwoch, 6. Juli, 14 Uhr in Rohrbach-Berg statt.
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Monika Pröll aus Rohrbach | 06.07.2016 | 12:21   Melden
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