12.05.2016, 14:15 Uhr

Mit dem MühlFerdl durchs Mühlviertel: Flächendeckendes E-Car-Sharing macht's möglich

Mit dem MühlFerdl durchs Mühlviertel – das flächendeckende E-Car-Sharingprojekt macht's möglich.

Die Klima- und Energiemodellregionen Donau-Böhmerwald, Freistadt und Urfahr-West bündeln mittels eines bezirkübergreifenden E-Car-Sharing-Konzepts ihre Kräfte in puncto E-Mobilität.

BEZIRK (anh). Seit 1,5 Jahren setzt sich die Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald nicht nur für den Bereich Photovoltaik ein, sondern forciert auch das Thema Elektromobilität und E-Car-Sharing in der Region. Den Anfang machte dabei die Gemeinde Sarleinsbach, in der seit letztem Frühjahr das erste E-Car – ein Renault Zoe – klimabewussten Fahrern zur Verfügung steht. "Aktuell wird es von etwa sieben Privatpersonen und sechs Firmen genutzt", berichtet Markus Altenhofer, Geschäfstführer der Energiegenossenschaft. Im Nachbarbezirk Urfahr-Umgebung sind bereits vier Elektroautos in Betrieb, ein fünftes ist in Planung und auch in Freistadt will man das Thema Elektromobilität im wahrsten Sinne des Wortes in die Gänge bringen. Dabei an einem Strang zu ziehen und die Kräfte zu bündeln – das ist das Motiv, oder der Motor wenn man so will, der hinter der neuen Dachmarke "MühlFerdl" steckt. Für diese Initiative haben sich die Klima- und Energiemodellregionen Donau-Böhmerwald, Freistadt und Urfahr-West zusammengefunden und bieten nun ein flächendeckendes E-Car-Sharing an. In nächster Zeit sollen so 20 weitere Standorte entstehen, wobei das jeweilige Auto in der Herkunftsgemeinde bleibt. Im Bezirk Rohrbach sind konkret Hofkirchen, St. Martin und Aigen-Schlägl im Gespräch.

Simples Konzept, großer Nutzen

Das Konzept ist simpel: Die Gemeinde stellt einen Parkplatz mit einer Ladestation zur Verfügung, um Planung und Vertrieb kümmert sich die Modellregion. Die Nutzung des Elektroautos selbst ist ebenfalls alles andere als schwierig: Nach der Anmeldung kann man sich das Auto online reservieren, eine Karte fungiert als Schlüssel. Die Jahresmitgliedschaft – inklusive 52 Gratisstunden – kostet 360 Euro. Für jede Stunde, die man mit dem Auto fährt, fallen 3,90 Euro an – unabhängig von der zurückgelegten Kilometeranzahl. Startklar ist ein MühlFerdl – also ein E-Car – ab 20 Nutzern. Ohne Zwischentanken kann man damit im Winter etwa 120 Kilometer fahren, im Sommer etwas mehr. Kurzstrecken, welche im übrigen 90 Prozent aller Fahrten ausmachen, sind damit also kein Problem. Darüber hinaus wächst das E-Tankstellennetz täglich. Realisiert wird das Projekt ausschließlich mit regionalem Ökostrom. Alleine aus dem Jahres-Energieertrag von Kleinkraftwasserwerken, Photovoltaik- und Biogas-Anlagen können übrigens etwa 315 Millionen Kilometer mit dem Elektroauto gefahren werden. Rechnet man Windenergie noch dazu, so sind es mehr als 430 Millionen. "MühlFerdl ist ein Sozial-, Ortsbelebungs- und Umweltprojekt gleichermaßen", erläutert Markus Altenhofer, "man muss sich nicht um Wartung, Versicherung, etc. kümmern, Elektroautos sind im laufenden Betrieb günstiger und durch das Car-Sharing hat das Ganze auch eine soziale Komponente." Nich zuletzt ist es ein wichtiger Beitrag für die Energiewende.

Nächster Informationsabend

Am Donnerstag, 19. Mai, findet um 20 Uhr im Pfarrhof in Hofkirchen eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema E-Car-Sharing statt. Ab 19 Uhr können Elektroautos getestet werden.

Mehr auf: www.muehlferdl.at
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