31.05.2016, 07:27 Uhr

Vier Bäume zum Abschluss

Für verschlafene Gesichter bei der Maibaum-Crew sorgen die langen Nächte in denen gewacht wird und man zugleich versucht, weitere Maibäume zu stehlen. (Foto: Foto: Pernsteiner)

Maibäume von Lembach, Zwettl an der Rodl, Bad Leonfelden und Aschach von der Maibaumcrew Steinbruch gestohlen.

NEUFELDEN. Zwettl an der Rodl und Lembach waren Ende Mai unachtsam und haben es ganz einfach übersehen, dass sich nächtliche Diebe in den Ort schlichen, um die Maibäume aus der Verankerung zu hebeln und anschließend abzutransportieren. Am Stadtplatz Bad Leonfelden wurden die Burschen zunächst erwischt. Daraufhin holten sie sich den Maibaum des Roten Kreuzes Bad Leonfelden, um anschließend noch einmal zum Stadtplatz zurückzukommen und den über 30 Meter hohen Baum letztendlich doch zu kassieren. Bad Leonfelden war schon vor zwei Jahren Ziel einer Diebestour der Maibaum Crew.

Endlich erfolgreich in Zwettl

Zwettl an der Rodl hat heuer erstmals zu wenig aufgepasst. „Endlich ist es uns gelungen, den Maibaum in Zwettl zu stehlen“, freut sich die Maibaum-Crew über den Erfolg. Bereits vor zwei Jahren wollten die Burschen aus Steinbruch den Maibaum in Zwettl an der Rodl stehlen, was auch fast gelungen wäre. Als dieser damals nur noch auf den Gabeln hing, ließen die Burschen noch ein Auto passieren, was sich als fataler Fehler herausstellte. Denn genau dieses „letzte Auto“ hielt die Crew auf und hinderte sie somit am Diebstahl.

Ein starkes "Sixpack"

Heuer ist es der Crew gelungen, den 28 Meter hohen Baum nach Steinbruch zu bringen. An ihre körperlichen Grenzen gehen mussten dabei sechs Mitglieder der Maibaum Crew Steinbruch, denn das Team war nur halb besetzt, weil viele am Montag zur Arbeit mussten. „Zwei haben die Straße abgesperrt und zu viert haben wir den Maibaum schließlich aus der Verankerung gehoben“, erzählt Christian Mühleder.

Viele Bäume schon umgelegt

Einen weiteren Baum holte die Crew in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Lembach. Gemeldet hat sich bis jetzt noch niemand. Also von Streitereien keine Spur mehr. Für viele scheint das Thema Ende Mai schon wieder abgeschlossen zu sein. „Etliche Bäume sind schon umgelegt – damit sie nicht mehr gestohlen werden können und nicht mehr bewacht werden müssen“, findet es Mühleder schade, dass auch dieser Brauch unserer ohnehin sehr schnelllebigen Zeit zum Opfer gefallen ist.
Die Steinbrüchler halten jedenfalls an den Regeln des Maibaumstehlens fest. Das letzte "Baumopfer" in diesem Jahr war der Baum in Aschach. Auch wenn die Maibäume der Steinbrüchler jetzt nicht mehr aufgestellt werden – auf die gemeinsame Auslöse freuen sich die Burschen nach einer bald zu Ende gehenden Maibaumsaison jedenfalls schon sehr.
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