23.09.2016, 09:16 Uhr

Volkshilfe als Sprungbrett für Frauen in den Beruf

Josefine Geiger arbeitet im Volkshilfe-Haushaltsservice. (Foto: Foto: Volkshilfe)

Vom Krimskrams-Laden zum Revital-Shop: Die Volkshilfe ist im Bezirk eine wichtige Anlaufstelle für Menschen in Not.

BEZIRK. Am 4. Oktober 1996 wurde die Volkshilfe Rohrbach gegründet. Elf Menschen haben damals eine Idee umgesetzt. "Die ersten Projekte waren die Flüchtlingsbetreuung und mit dem Krimskrams-Geschäft in der Akademiestraße gab es auch den ersten Second-Hand-Laden im Bezirk", erinnert sich Einsatzleiterin Monika Vierlinger.

Haushaltsservice größter Teil

Schon bald wurde mit dem Haushaltsservice gestartet. Das ist heute der größte Bereich der Volkshilfe. "In den vergangenen Jahren waren 120 Frauen in diesem Bereich beschäftigt. Sie haben 102.000 Stunden gearbeitet und sind für 41.000 Hausbesuche 440.000 Kilometer gefahren – das ist elfmal um die Erde", sagt Vierlinger. Die Arbeitsplätze im Haushaltsservice wurden vom AMS bis zu zehn Monate gefördert. "Für die meisten Mitarbeiterinnen war diese Beschäftigung das Sprungbrett in einen neuen Job", sagt die Einsatzleiterin.

Aktuell 25 Mitarbeiter

Aktuell sind bei der Volkshilfe im Bezirk 25 Mitarbeiter tätig. Sechs Frauen und Männer engagieren sich freiwillig. Dieser Bereich soll gezielt ausgebaut werden, wenn es nach Ingrid Groiß geht. Sie ist Vorsitzende der Volkshilfe – ehrenamtlich. Sie ist das politische Sprachrohr der Volkshilfe. "Ein Mindestlohn von 1700 Euro bei Vollzeitbeschäftigung ist ein wichtiges Ziel zur Bekämpfung von Armut und prekärer Beschäftigung", sagt sie. Sie befürchtet, dass die Kürzung der Mindestsicherung zusätzlich vielen Menschen den sozialen Halt nehmen wird. 7500 Menschen sind im Bezirk Rohrbach armutsgefährdet.

Erfolgreich: ReVital-Shop

Für diese Menschen, aber auch für Schnäppchenjäger gibt es seit 2011 in der Bahnhofstraße in Rohrbach-Berg den ReVital-Shop. Dieser läuft sehr gut. 15.517 Kunden haben 2015 dort eingekauft. "Größter Umsatzbringer sind Textilien sowie aufbereitete Waren wie Geschirr, Hausrat oder Elektrogeräte", berichtet Monika Vierlinger. Günstig verkauft werden dort gesammelte Waren aus den Altstoffsammelzentren oder von Privatspendern.

Zur Sache:

Für 17. Oktober ist in Rohrbach eine Straßenaktion zum Thema Armut geplant.
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