08.08.2016, 15:38 Uhr

Hallenbad wird zum Politikum

Das geplante Bezirkshallenbad ist zu einem Politikum geworden. (Foto: Foto: fotolia/lunamarina)

SPÖ kritisiert, dass im Arbeitskreis nichts weitergehe, Arbeitskreisleiter Lindorfer kontert.

BEZIRK. Dass die Menschen im Bezirk das Bad haben wollen, daran gäbe es ohnehin keine Zweifel. Dafür hätte es keiner Unterschriftenaktion bedurft – mit dieser Kritik kontert Arbeitskreisleiter Bürgermeister Andreas Lindorfer auf die Unterschriftenkampagne der SPÖ für ein Bezirkshallenbad. Diese ist bereits voll angelaufen. Bis Ende Oktober liegen Unterschriftenlisten und eine Online-Petition auf (www.rohrbach.spoe.at). Verschiedene Aktionen sind geplant. „Badeanlagen im Bezirk werden besucht, um für das Anliegen zu werben und in jenen Gemeinden, in denen es kein Freibad gibt, gibt es Info-Stände zum Thema", sagt SPÖ-Bezirksgeschäftsführerin Sabine Schwandner.

"Falsche" Forderungen

Die vier Forderungen der Kampagne gehen für Lindorfer ins Leere. Erstens die Forderung nach einer raschen Standortentscheidung: Diese sei schon geklärt: "In der Bürgermeisterkonferenz vom 30. Mai 2016 wurde ein Auftrag für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie eines Bezirkshallenbades am Standort Rohrbach-Berg beschlossen. Die notwendigen Vorbereitungen dafür laufen schon", sagt Lindorfer. Die Forderung der Erstellung eines Betreiberkonzeptes sieht er kritisch: Zuvor müsse feststehen, was man betreiben möchte. Dies würde in der Machbarkeitsstudie eruiert werden.

Zuerst Projekt, dann Förderung

Zur Forderung nach der unverzüglichen Aufnahme von Finanzierungsgesprächen mit dem Land sagt er: Mit dem zuständigen Landesrat Michael Strugl wurde von mir, als damals noch designierter Arbeitskreisleiter, und dem Landtagsabgeordneten Georg Ecker bereits ein Gespräch bezüglich Finanzierung dieses Projektes geführt, wobei es allen Mitgliedern des Arbeitskreises bekannt ist, dass von Seiten des Landes eine Förderung in Höhe von Euro 6,5 Millionen vorgeschlagen ist. Die tatsächliche Förderung muss dann verhandelt werden, wenn ein Projekt vorliegt." Lindorfer rechnet mit zwischen zehn und zwölf Millionen Euro Kosten für das Bad. Zuletzt erklärt Lindorfer zur gemeindeübergreifenden, solidarischen Teilung der Folgekosten, dass man hierfür bereits im Gespräch sei. "Es gibt ein Finanzierungsmodell zu dem nach der Sommerpause diskutiert wird", sagt Lindorfer.

Kein Geplänkel nötig

"Für mich geht es beim Bezirkshallenbad nicht um Parteipolitik und Themenführerschaft, sondern um die Sache. Es wird ohnehin schon schwer genug, dieses Projekt erfolgreich umzusetzen und ich möchte bei dieser Gelegenheit auch klarstellen, dass wir hier kein politisches Geplänkel brauchen können", appelliert er an die SPÖ.

Mehr zur Unterschriftenkampagne der SPÖ, lesen Sie hier: http://www.meinbezirk.at/rohrbach/politik/spoe-startet-bezirksweite-unterschriftenkampagne-zur-raschen-realisierung-des-bezirkshallenbades-d1814968.html
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