26.07.2016, 10:54 Uhr

Philip Schinagl, der Held vom Kitzbüheler Bergrennen

Philip Schinagl ist mit seiner Leistung mehr als zufrieden. (Foto: Foto: privat)
SARLEINSBACH. Die Eckdaten sind wie immer die gleichen, auch beim 36. internationalen Horn Bergrennen galt es auf der 7,2 km langen Strecke 865 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von mörderischen 23 Prozent zu bezwingen. Für die Sensation aus sportlicher Sicht sorgte der bekannte Schibergsteiger Anton Palzer, welcher mit einer grandiosen Fahrt das Rennen für sich entschied und die starken Bergfahrer Clemenc Fankhauser und Christian Oberngruber auf die Plätze verwies.

Rückkehr auf Horror-Strecke

Als moralischer Sieger mit einem hervorragenden vierten Rang in der Kategorie Amateure darf sich Philip Schinagl vom RC-Union Eindruck Sarleinsbach sehen.
Philip kehrte dabei an jene Strecke zurück, die ihm vor fast genau vier Jahren beinahe das Leben gekostet hätte. Der hochtalentierte Radsportler kam 2012 nach dem Rennen bei der Bergabfahrt von der Hornstrasse so unglücklich zu Sturz, dass er auf die Leitplanke katapultiert wurde, wo ihm der Oberschenkel fast vollständig durchtrennt wurde. Nur das beherzte Eingreifen eines Radsportkollegen, welcher durch das Abbinden des Oberschenkels den enormen Blutverlust einigermaßen stoppen konnte und durch das rasche Eintreffen des Helikopters konnte Philip diesen Unfall überleben. Die damalige Prognose des behandelnden Arztes: nie wieder Ausdauer und schon gar nicht Leistungssport betreiben zu können. Der kämpferische Mühlviertler hat dies längst widerlegt. „Dieses Rennen und die Rückkehr auf diese Strecke waren aus psychologischer Sicht schon sehr emotional und wenn es auch knapp nicht für das Podest gereicht hat, so bin ich mit meiner Leistung ganz zufrieden", so Philip Schinagl.
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