20 Jahre TUPO-von der Vision zur erfolgreichen Umsetzung eines pädagogisches Betreuungsprojekts
Karrösten/Imst(alra). Zum 20 jährigen Bestehen des TUPO in Imst fanden sich Pioniere des Projektes, Betreuer, Bewohner und Gäste zu einer Feier ein. Das TUPO, das seinen Namen durch die Nähe zum TUnnelPOrtal erhalten hat, wurde von SR Brigitte Flür, Obfrau des Vereins seit 2006, vorgestellt. Ein sechsköpfiges Team und ein Zivildiener kümmern sich rund um die Uhr um alle anfallenden Bedürfnisse der vier Mädchen und drei Burschen, die das TUPO bewohnen.
Das TUPO ist eine der wenigen Einrichtungen die Kinder und Jugendliche von ca.12 bis 21 Jahren, Jungen und Mädchen gemischt, bei innerfamiliären Schwierigkeiten auffängt und sich im ehemaligen Bauernhof um eine sozialpädagogisch betreute, konfliktarme Lebenssituation für die oftmals emotional stark belasteten, jungen Menschen bemüht.
Zielsetzung ist, in einer Wohngemeinschaft mit familienähnlicher Struktur einen organisierten Tagesablauf mit Förderung der sozialen Kompetenzen und mit alltäglichen Freuden, sowie Pflichten zu gestalten. Die angeschlossene Landwirtschaft mit Alpakas wird gemeinsam betreut und der therapeutisch, soziale Aspekt im Umgang mit Tieren, darf als besonders positive Errungenschaft der Einrichtung hervorgehoben werden.
Marina Floriani, die vor 20 Jahren als Sozialarbeiterin im Rahmen eines Arbeitskreises mit der Aufbauarbeit betraut war und gemeinsam mit Brigitte Nitsche, Hedy Kohler und Alt-LAbg.KR Walter Jäger das TUPO in seinen Grundlagen, aber auch das Krisenhaus im SOS-Kinderdorf, ins Leben rief, beschrieb die dringende Notwendigkeit der Einrichtung und den Kraftakt der zur damaligen Zeit für die Realisierung des visionären Projektes erforderlich war.
Sozial-Landesrat Gerhard Reheis und Mag. Silvia Rass-Schell, Leiterin der Landesabteilung Jugendwohlfahrt, betonten wie wichtig das Angebot der stationären Unterstützung ist, wenn Halt und Rahmen in Form von Familie temporär oder auf Dauer nicht mehr möglich sind. Beide blickten zufrieden auf die gemeinsam erreichten Ziele und Rass-Schell kehrte besonders die meist unbürokratische Art, mit der die zu Gehör gebrachten Anliegen umgesetzt werden konnten, hervor.
Josef Falkeis, der im TUPO als Betreuer tätig ist, veranschaulichte die Weiterentwicklung des Hauses in seiner Substanz, durch weitreichende Renovierungsmaßnahmen, die eine bessere Auslastung förderten, und dies wurde auch noch durch ein chronologisch gestaltetes Plakat sichtbar gemacht.
Für große Freude bei den Jugendlichen sorgte ein von Dieter Lugsteiner spendiertes Trampolin.
Kulinarisch bestens versorgt und mit musikalischer Untermalung durch Christoph Heiß, Johannes Nagele, Christian Unsinn und Parizek-Mario Lanbach wurde der 20. Geburtstag des TUPOS gefeiert. Aber auch und vor allem die Realisierung einer Vision mit Nachhaltigkeit und bleibendem Einfluss, auf die rund 120 jungen Menschen, die im TUPO vorübergehend ein Zuhause und eine sichere Basis, für die nächsten Schritte in eine selbstbestimmte Zukunft gefunden haben.
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