18.07.2016, 11:31 Uhr

Sportplatz in der Herklotzgasse: Eine Geduldprobe für Sportler

Graffiti und wild wucherndes Grün: Der Sportplatz in der Herklotzgasse ist derzeit gesperrt. (Foto: Thomas E.)

Seit zehn Jahren gibt es den Sportplatz in der Herklotzgasse. Geöffnet war er davon allerdings nur die geringste Zeit.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Gesportelt wird in der Herklotzgasse 20 schon lange nicht mehr. Und das, obwohl der Sportplatz dort bereits seit einem Jahrzehnt besteht. Wer rein will, steht vor verschlossenen Türen. Drinnen sieht es ohnehin düster aus: Der Boden müsste ausgebessert werden, das Grün wuchert.

Auch für Anrainer Thomas E. unverständlich: "Zuerst wurde der Platz saniert und sogar mit Ballnetzen ausgestattet. Mittlerweile erobert ihn sich aber schon die Natur zurück." Unverständlich für den Rudolfsheimer: "Anscheinend wurde der Sportplatz wegen Anrainerbeschwerden geschlossen. Gleichzeitig wird immer behauptet, der Bezirk setze sich für Grünflächen ein."

Tatsächlich hat der Sportplatz bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Zuerst wurde er aufwendig saniert, dann aufgrund von Konflikten mit Anrainern wieder zugesperrt. Einzig Schulen bekamen den Schlüssel vom dafür zuständigen Sportamt ausgehändigt, um ihn für den Turnunterricht zu nutzen.

Doch auch dieses Glück währte nicht lange: Da der Boden kaputt ist, musste erneut zugesperrt werden. Der Grund laut der Rudolfsheimer Bezirksvorstehung: ein zu hohes Verletzungsrisiko bei der Benutzung.

Öffnung für Schulen

SPÖ-Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal hofft dennoch auf ein Happy End: Bis spätestens nächstes Jahr soll der Boden saniert werden. "Dann können die Schulen den Platz wieder nutzen."

Doch nicht nur das: Im Zuge der Sanierung soll ein Drittel der Fläche künftig zu Gemeinschaftsbeeten für die Anrainer umgestaltet werden. "Dann wird daraus auch tatsächlich eine Grünfläche", so Zatlokal. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Versuch einer erfolgreichen Umgestaltung länger währt als die vorherigen.
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