21.03.2016, 13:08 Uhr

Aurora und ihre letzte bunte Feder - ein Bilderbuch, das beflügelt

Cover von "Aurora und ihre letzte bunte Feder" von Sabine I. Weinert

Wer glaubt, Bilderbücher seien nur etwas für Kinder, der irrt. Bei "Aurora und ihre letzte bunte Feder" geht einem auch das Herz auf, wenn man dem Kindergartenalter schon längst entwachsen ist. Aurora, die Amsel mit den bunten Federn, verzaubert.

Gerade rechtzeitig zum Frühlingsbeginn landete ein ganz besonderes Bilderbuch auf meinem Schreibtisch: "Aurora und ihre letzte bunte Feder". Schon allein darin zu blättern, bereitet ein sinnliches Vergnügen. Die Illustratorin und Künstlerin Sabine I. Weinert hat ein poetisches Bilderbuch geschaffen, das nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Leser beflügeln und ermutigen soll. Die Amsel Aurora ist anders: Sie hat nicht nur schwarze, sondern auch bunte Federn, ein großes Herz und keine Lust zum Fliegen. Als sie ihre letzte bunte Feder verschenkt hat, kommt die große Wende und sie schwingt sich endlich zu einem selbstbestimmten Leben auf. Für die Illustration verwendete Sabine I. Weinert eine äußerst anspruchsvolle Kunstform, den Holzschnitt. "Ich habe dabei mit der Technik der „verlorenen Platte“ gearbeitet. Es wird dabei immer die selbe Platte geschnitten und nicht mehrere Platten, um einen mehrfarbigen Druck zu erschaffen. Dafür bedarf es einer genauen Planung, eines Vorausdenkens", erklärt Sabine I. Weinert. "Zuerst wird weggeschnitten, was im fertigen Druck Weiß (Papier) erscheinen soll, dann z.B. was Grün bleiben soll, dann, was Braun erscheinen soll und zuletzt wird in diesem Beispiel in Blau darübergedruckt." Das Ergebnis ist beeindruckend. Das liebevoll gestaltete Layout stammt von ihrer Schwester, der Graphikerin Julie David. Auf www.zeichensaetze.at kann man die Entstehungsgeschichte nachlesen und das Buch bestellen.
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