06.10.2016, 19:57 Uhr

Im Kampf gegen den Krebs: Große Forschungserfolge in Salzburg

Beim Semesterstart in Salzburg: MINI MED Gründerin Charlotte Sengthaler, Primar Richard Greil und Moderatorin Angelika Pehab. (Foto: Sabine Bernetstätter)

Die Diagnose selbst hat ihren Schrecken noch lange nicht verloren, die Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten entwickeln sich aber rasant.

SALZBURG (ap). "Die Immuntherapie ist einer der größten Meilensteine in der derzeitigen Entwicklung bei Krebserkrankungen", berichtet Primar Richard Greil zum Semesterauftakt des MINI-MED-Studiums in der TriBühne Lehen.

Krebs nicht unterschätzen

Um die Auswirkungen von Krebs auch zahlenmäßig zu unterstreichen, präsentierte der Onkologe eine Grafik, wonach fast die Hälfte aller vorzeitigen Lebenszeitverluste durch Krebserkrankungen hervorgerufen wird. "Krebs zählt unter allen Altersstufen zwischen drei und 99 Jahren zu den drei häufigsten Todesursachen", betont Greil.


Erfolge mit Immuntherapie

Auch wenn einem diese Diagnose zunächst den Boden unter den Füßen wegzieht, gibt es speziell in Salzburg sehr gute Behandlungserfolge. Die Krebserkrankung beispielsweise mit immunologischen Methoden zu behandeln, um körpereigene Abwehrreaktionen therapeutisch zu nutzen, ist seit Jahrzehnten das Ziel experimenteller und klinischer Studien. "Diese Immuntherapie hat bis vor einigen Jahren im Kampf gegen Krebs nur wenige Erfolge verzeichnen können. Nun haben die neuesten Forschungsergebnisse eine solide Basis für immunologische Therapieansätze geschaffen, die bei bestimmten Krebserkrankungen mit Erfolg eingesetzt werden", weiß der Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin in Salzburg.


Pionierarbeit in Salzburg

Dabei betont Greil das Bemühen seines Teams, an der Vorfront onkologischer klinischer Forschung zu arbeiten, um den Patienten auch in sehr schwierigen Situationen Medikamente und Betreuungsformen anbieten zu können, die ansonsten erst in einigen Jahren auf dem Medikamentenmarkt zur Zulassung und damit zur Anwendung kommen können. "Es ist beachtlich, von welchen Weiterentwicklungen und Forschungserfolgen Professor Greil allein schon aus dem vergangenen Jahr berichten kann. Als Krebspatient in Salzburg ist man offensichtlich medizinisch optimal versorgt", zeigt sich auch Charlotte Sengthaler, die Gründerin des Mini-Med-Studiums, beeindruckt.

Bis zu 1.400 neue Krebsfälle im Jahr

„Den Patienten Anspruch auf Würde, Freiheit von Krankheit und Selbstbewusstsein durch Fürsorge, Zuwendung und Wissenschaft“: So lautet das Motto des Vorstands der III. Medizinischen Universitätsklinik Salzburg, Richard Greil und seiner Mitarbeiter. Dort werden pro Jahr zwischen 1.200 bis 1.400 neu an Krebs erkrankte Patienten vorgestellt, die einer systemischen oder multimodalen Therapie bedürfen.

Das MINI MED Studium im November

Über "Hörstörungen – Das Neueste zu Diagnose und Therapie" referiert am 9. November um 19 Uhr Prim. Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Florian Kral
– er ist Leiter der HNO-Abteilung im Kardinal Schwarzenberg´sches Krankenhaus – im St. Johanner Kultur- und Kongresshaus.

Beim Termin am 16. November 2016 um 19 Uhr in der TriBühne Lehen dreht sich alles um das Thema: "Neue Ansätze in der Behandlung von Hörstörungen. Neuigkeiten aus Forschung und Praxis von Hörhilfen bis hin zur Demenzprävention".
Referent ist dabei Primar Universitätsprofessor Dr. Gerd Rasp,
Vorstand der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten in Salzburg.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am kostenlosen Vortrag teilzunehmen und sich dabei umfassend zu informieren.
DENN: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die medizinisch gut informiert sind, eine längere Lebenserwartung haben!

Mehr Infos unter www.minimed.at oder www.minimed.tv.
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