29.06.2016, 17:24 Uhr

Herbis Camino - 2.800 KM zu Fuss am Jakobsweg von Eugendorf nach Santiago de Compostella

Dreharbeiten mit FS 1 TV - v.l.n.r. "Pilgervater Toni Wintersteller", Fernsehmacher Christian Strohmayer FS 1 TV, Herbert Brandauer
Salzburg: Soundart Salzburg |

Pilgern im Trend - ein Faktor zur Entschleunigung

Dass Pilgern in unserer schnelllebigen Zeit nicht nur regligiöse Aspekte hat, sondern auch einen spirituellen Charakter zur Entschleunigung aufweist, bestätigt der Trend, der sich in allen Gesellschaftsschichten bemerkbar macht. Die Sehnsucht nach Urpsrünglichkeit, Einfachheit und das Ausloten der eigenen Grenzen, sind die Beweggründe, warum sich immer mehr Menschen diesen doch auch strapaziösen Herausforderungen stellen.

Der Grödiger Herbert Brandauer hat schon im Jahre 2015 dieses Abenteuer angetreten und ist am 25.Mai 2015 zum ersten Mal von Eugendorf nach Santiago de Compostella aufgebrochen.

2800 KM zu Fuss durch 5 Länder

Herbert Brandauer: "Schon lange hegte ich den Wunsch, irgendwann eine Pilgerreise über einen längeren Zeitraum anzutreten. Es ist ja keinesfalls so, dass ich nicht schon während meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als LKW Fahrer in der Welt herum gekommen wäre, aber die Absolvierung einer spirituellen Wanderung bzw. Pilgerreise über mehrere Monate stellt dann doch einen anderen Aspekt dar, als der Aufenthalt in anderen Ländern über nur einen kurzen Zeitraum, der einem beruflich zwangsweise verordnet wurde. Ich habe daher nach Beendigung meiner beruflichen Tätigkeit sehr kurfristig den Entschluss gefasst, zu Fuss eine Pilgerreise, über den zugegeben sehr langen Weg nach Santiago anzutreten. Während der Vorbereitungsphase haben mich natürlich Zweifel erfasst, ob ich diesen langen Jakobsweg überhaupt schaffe und wenn, wie komme ich dort an. Auch in meinem Familien-und Freundeskreis hat man derartige Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Verwirklichung dieses Vorhabens geäussert, nicht wenige meinten, das wäre einfach nicht zu schaffen. Auch nach einigen Tagen, bereits auf dem Weg, sind mir selber immer wieder Zweifel gekommen und die Überwindung des sogen. "inneren Schweinehundes" war mehrfach erforderlich. Es war mir von Anfang an klar, dass ich diesen Weg nur unter Abkoppelung von allen Annehmlichkeiten der Zivilisation bzw. unserer modernen Gesellschaft, somit ohne Handy, ohne Computer u.a. technischen Kummunikationsmitteln schaffen würde. Ich war damit für meine Familie und Freunde über einen Zeitraum von 3 1/2 Monaten weder erreichbar, noch bestand sonst in irgendeiner Form ein Kontakt. Letztlich habe ich diese Herausforderung auch zu meiner eigenen Verwunderung ohne wesentliche Erschwernisse und Hindernisse absolviert und das Glücksgefühl des Erreichten hat alle Strapazen vergessen gemacht. Die Bekanntschaft mit anderen Kulturen, Pilgern und Ereignissen kann gar nicht in kurzen Worten zusammengefasst werden."

Neue Pilgerreise 2016

Der Pilgervirus hat Herbert Brandauer jedenfalls gefangen genommen und so tritt er am 1.7.2016 ein zweites Mal die Reise zu Fuss nach Santiago de Compostella über den Jakobsweg an. Die Route führt jedoch dieses Mal von Genf über Frankreich und entlang der spanischen Küste, den sogen. Camino Nord, bis nach Santiago.

Buch über die Erlebnisse 2015

Die Erlebnisse der ersten Pilgerreise 2015 hat Herbert Brandauer in einem Buch verarbeitet, das ab Ende Juli als Ebookversion und Hörbuch veröffentlicht wird. Für alle Interessierten gibt es dieses Buch in allen einschlägigen Downloadplattformen wie Amazon, iTunes, Weltbild usw. zu erwerben. Von dieser neuen Pilgerreise wird Herbert Brandauer auch für den regionalen Fernsehsender FS 1 TV eine Kamera dabei haben und die elementaren Stationen und Etappen der Pilgerreise dokumetieren; zu sehen sind diese Beiträge jeweils zeitnah im Programm von FS 1. FS 1.tv Ungeachtet seiner Sehnsucht nach Abenteuern in Form von Pilgerreisen hat Herbert Brandauer auch einen innigen Heimatbezug. So wird er auch dieses Mal sowie bereits im Vorjahr, vom ORF mit dem vom Flachgauer Musiker Christian Strohmayer geschriebenen und produzierten Song "Salzburg" verabschiedet und auch wieder begrüsst bei seiner Rückkehr. Weitere Infos gibt es auch auf Facebook Facebook Herbi Brandauer
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