04.09.2016, 12:17 Uhr

Vom Altersheim per Schiff in den "Big Apple"

Mit viel Schwung wurden beim Musical "Ich war noch niemals in New York" Udo-Jürgens-Klassiker neu interpretiert.

Das Musical "Ich war noch niemals in New York" feierte Premiere in der Salzburgarena

SALZBURG (buk). Premiere feierte das Musical "Ich war noch niemals in New York" am Samstag, 3. September, in der Salzburgarena. Mit Witz und Charme verbindet es zahlreiche wohlbekannte Lieder des verstorbenen Sängers Udo Jürgens – von "Vielen Dank für die Blumen", über "Merci Cherie" bis hin zum Titelsong "Ich war noch niemals in New York", der satte drei Mal angespielt wird.

Begeisterte Gewinnerinnen

"Ich bin generell ein Musical-Fan", erzählt die Halleinerin Brigitte Vogl. Sie hat – wie auch je vier weitere – beim Bezirksblätter-Gewinnspiel zwei Tickets gewonnnen. "Meine Tochter hat mich zum Mitspielen motiviert. Ich habe bisher noch nie etwas gewonnen." Ähnlich sieht es auch bei Monika Kühleitner aus Anthering aus. "Bei mir hat gleich meine Tochter für mich mitgespielt", verrät sie. Als großer Musical und Udo-Jürgens-Fan outete sich Barbara O'Connor-Harold: "Ich freue mich riesig über den Gewinn. Sonst hätte ich wohl nicht herkommen können."

Klassiker neu interpretiert

Das Stück selbst ist als Komödie aufgebaut, die Grund-Story schnell erzählt: Maria und Otto fliehen aus dem Altersheim auf ein Schiff nach New York. Ihre Kinder reisen ihnen nach und das Chaos beginnt. Reagierte das Publikum anfangs noch verhalten, so taute es nach und nach auf. Spätestens bei Klassikern wie "Griechischer Wein" – der zu einer Kennenlern-Geschichte umfunktioniert wurde – und "Aber bitte mit Sahne" (inklusive kurzem Rap-Solo) klatschte ein Großteil der Gäste auf den Rängen im Takt mit. Generell galt: Je Bekannter die Lieder, desto größer die Begeisterung.

Gesellschaftskritik inklusive

Dabei spart das Musical nicht an Gesellschaftskritik, thematisiert Karriere, Patchwork-Familien und Homosexualität. Traditionelle Werte standen ebenso auf dem Programm wie Liebe und Sehnsucht – gewürzt mit zahlreichen, überzogen dargestellten Klischees. "Es war einfach super – von der Musik bis hin zur großartigen Bühne", zeigt sich Vogl nach dem Abend begeistert.

Das Musical wird noch täglich von 6. bis 11. September aufgeführt. Am Wochenende gibt es zusätzlich zur Abendvorstellung auch jeweils eine am Nachmittag.
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