19.09.2016, 13:33 Uhr

Beratung und sicherer Umgang zählen

Kommentar von Bezirksblätter-Chefredakteurin Stefanie Schenker

Wer sich, um für mehr Sicherheit in seinem Umfeld zu sorgen, eine Waffe besorgt, erliegt einem Trugschluss. Denn es ist und bleibt Aufgabe der Polizei – und zwar ausschließlich der Polizei –, für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Auch das umfangreiche und sehr strenge Notwehrrecht ist kein Freibrief zur Selbstverteidigung der Marke "Selbstjustiz". Das stellt Landespolizeidirektor Franz Ruf in der TV-Sendung "Bezirksblätter nachgefragt" unmissverständlich klar. Dass es besonders gefährdete Personen gibt, für die das Tragen einer Waffe sinnvoll sein kann, stellt Ruf auch klar. Handtaschen-Alarm und Pfefferspray – übrigens auch eine Waffe – wiederum können sehr sinnvoll sein, und vor allem dienen sie alleine dem Selbstschutz. Ob passiver Schutz oder Pfefferspray: Was in jedem Fall eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist professionelle Beratung – entweder vom polizeilichen Kriminalpräventionsdienst oder vom Waffenhändler. Andernfalls kann der Pfefferspray – wenn er nicht oder nicht richtig zum Einsatz kommt – zur Gefahr statt zum Mittel für den Selbstschutz werden.

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