19.04.2016, 17:00 Uhr

"Bin eine moderne Kräuterhexe"

Ein Korb voller grüner Schätze: Marcela Strapkova verwendet heimische Wildkräuter sehr vielseitig.

Kräuterpädagogin Marcela Strapkova über ihre Leidenschaft für heimische Wildkräuter.

SALZBURG (lg). Altes Wissen neu entdecken – mit diesem Credo haben sich Salzburger Kräuterpädagogen in dem Verein "Kräuterschnecken" zusammengefunden, um altes Wissen über Heilkräuter und andere Kräuter, die in Vergessenheit geraten sind, zu vermitteln. Eine davon ist Marcela Strapkova, die am Ländlichen Fortbildungsinstitut auch den Zertifikatslehrgang zur "Kräuterpädagogik" absolviert hat. Die Leidenschaft für die Kräuterkunde wurde Strapkova bereits in die Wiege gelegt. "Meine beiden Großmütter waren mit Herz und Seele Kräuterexpertinnen. Ich komme ursprünglich aus der Slowakei, dort haben Heilkräuter eine ganz andere Bedeutung. Schon als Kind bin ich mit offenen Augen durch den Wald gegangen und habe mich für die verschiedenen Kräuter interessiert", erzählt die Kräuterexpertin, die zuvor 14 Jahre als Krankenschwester gearbeitet hat und jetzt in Maxglan den "Wohlfühl-Laden" betreibt.

Mekka für Kräuterfans

"Dort werden auch Produkte von meinen 'Kräuterschnecken-Kollegen' verkauft, wie etwa Kräutersalze, Seifen, Rosenblüten-Zucker oder Kräutertee", ergänzt Strapkova, die sich selbst gerne als "moderne Kräuterhexe" bezeichnet. Das Wissen um die Kräuter habe ihr Leben in jeder Hinsicht bereichert. "Es ist unglaublich, welche Kraft in unseren Wild- kräutern steckt. Meine Oma hat immer gesagt, wenn die Menschen wüssten, wie viel Kraft in der Brennnessel steckt, dann würde man am ganzen Wegrand nirgends mehr welche finden. Auch Spitzwegerich, Weißdorn oder Odermenning sind nicht wegzudenken", erzählt Strapkova, die die Kräuter auch gerne zum Kochen verwendet. "Liebstöckel, Brennnessel, Salbei – damit kann man die köstlichsten Gerichte zaubern und verfeinern." Die Vielfalt der heimischen Kräuter sei auch in Salzburg allgegenwärtig. "Am Kapuzinerberg oder im Aigner Park, da findet man sehr viele Kräuter. Man muss nur mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Dennoch benötigt man das nötige Fachwissen, um die Kräuter eindeutig zuzuordnen und eine Verwechslung zu vermeiden", weiß Strapkova, die auch gerne den Botanischen Garten besucht.
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