19.04.2016, 15:30 Uhr

Echte Handwerkskunst erleben

Altes und Modernes miteinander verbinden: Christian Wieber hält den Familienbetrieb aufrecht. (Foto: Neumayr)
SALZBURG (lg). Folgt man den historischen Zunftzeichen in der Getreidegasse, landet man am Haus Nummer 28 bei der Traditionsschlosserei Wieber. Seit 1415 wird in dem Gewölbe samt überdachtem Innenhof und Marmorpflaster das Schlosserhandwerk ausgeübt. "Wir wollen das alte Handwerk und alte Handwerkstechniken neu aufleben lassen. Für mich spielt dabei der Gedanke der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Wir stellen Produkte her, die nicht nach kurzer Zeit ausgetauscht werden müssen und die eine Geschichte erzählen", erzählt Christian Wieber, der den Familienbetrieb in der Altstadt führt. Fünf Schlosser arbeiten in dem Handwerksbetrieb mit. Die Aufträge sind vielfältig und erstrecken sich von Restaurationen wie bei der Kollegienkirche und bei Brunnen bis hin zum Balkongeländer.

Präsente Handwerkskunst

"Repariert und hergestellt wird alles, vom Schirmständer bis zum Lampenschirm. Wir sind eine kleine Manufaktur, mich begeistert die Vielfalt an diesem Handwerk", erzählt Wieber, der um überwiegenden Teil in der Altstadt tätig ist. Mit den anderen Handwerksbetrieben in der Stadt arbeitet man eng zusammen. "Zum Beispiel mit der Schirmmanufaktor Kirchtag, die machen die Schirme und wir die dazugehörigen Schirmständer. Wir Traditionsbetriebe müssen schließlich zusammenhalten", fügt Wieber hinzu, der dem echten Handwerk eine positive Zukunft voraussagt. "Die Menschen setzten wieder mehr auf echte Handarbeit und wollen wissen, wo ihre Produkte herkommen." Er selbst schätzt es besonders, durch die Stadt zu spazieren und dabei die von ihm hergestellten Schlosserarbeiten zu bewundern. "Man muss nur mit offenen Augen durch die Stadt gehen, um echtes Handwerk zu erleben", so Wieber abschließend.
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