06.04.2016, 12:17 Uhr

Ein Paradoxon unserer Gesellschaft

KOMMENTAR

Integration ja, aber bitte nur dort, wo es "uns" passt. So in etwa könnte man den mancherorts vorherrschenden Tenor deuten, wenn es um die Integration von Asylwerbern in Salzburg geht. Was gleichermaßen ein Paradoxon unserer Gesellschaft ist, denn Integration kann per se nur ganz oder gar nicht funktionieren. Ein "bisserl integriert" gibt es eben nicht. Und genau hier scheinen sich manche in unserer Gesellschaft in ihrem eigenen Widerspruch wiederzufinden. Zum einen wird von Flüchtlingen verlangt, sie mögen sich doch bitteschön schnellstmöglich an unsere Werte und Gepflogenheiten anpassen, gleichzeitig bleibt ihnen aber vielerorts genau diese Möglichkeit versagt, wie etwa beim Zutritt in Lokale in der Salzburger Innenstadt, wie Berichte aus der Antidiskriminierungsstelle belegen. So ist man auf dem bes-ten Weg, eine Ghettoisierung zu forcieren anstatt zu verhindern.
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