09.03.2016, 07:49 Uhr

Fürstenzimmer auf der Festung Hohensalzburg für Besucher atttraktiviert

Das neu gestaltete Fürstenzimmer (Foto: Baukunst © consult GmbH / Fotos: Sören Pagels)

Multimediales Thater soll Geschichte spielerisch vermitteln, Early-Bird-Rabatt Stoßzeiten abfedern

In aufwändigen Arbeiten, die zwei Jahre lang dauerten, hat ein Team aus Kunsthistorikern, Restauratoren, Szenografen, Architekten und Lichtplanern das europaweit einzigartige Fürstenzimmer im Hohen Stock auf der Festung Hohensalzburg restauriert. Zu den nunmehrigen Höhepunkten der neu gestalteten Fürstenzimmer zählt ein multimediales Magisches Theater. Dort können die Besucher der Fürstenzimmer in die Epoche des Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach eintauchen.

Geschichte spielerisch erklärt

„Unser Ziel bei der Neugestaltung war es, die Geschichte und Bedeutung der Fürstenzimmer auf zeitgemäße Art und Weise an unsere Besucher zu vermitteln“, sagt SBSB-Geschäftsführer Max Brunner. „Deswegen war uns die Umsetzung des „Magischen Theaters“ ein besonderes Anliegen, da es die Geschichte der Festung rund um Leonhard von Keutschach spielerisch und verständlich erklärt. Wir sind uns sicher, dass diese Inszenierung bei unseren Besuchern gut ankommen wird“, so Brunner weiter.

Neu: Online-Ticket und Ealry-Bird-Rabatt

Neu sind zudem ein Online-Ticket und ein Early-Bird Rabatt für Besucher, die vor 10.30 Uhr auf die Festung kommen. Auf diese Weise sollen vor allem im Sommer Stoßzeiten abgefedert und der Besucherstrom auf der Festung optimiert werden. Immerhin ist das Wahrzeichen mit über 1,1 Millionen Besuchern Salzburgs beliebteste Sehenswürdigkeit.

Im Zuge der Neugestaltung wurde unter anderem der Boden des goldenen Saals mit Weißtannenholz neu belegt. Darüber hinaus wurde in den Fürstenzimmern ein neues Lichtkonzept verwirklicht, das die mittelalterlichen Verhältnisse simuliert und auf diese Weise die wertvollen Kunstgegenstände schützt. Investiert wurde außerdem in neue Brandschutzmaßnahmen und eine kontrolliert natürliche Temperatursteuerung.

Kosten: 2,6 Millionen Euro

Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich bis jetzt auf rund 2,6 Millionen Euro. Diese stammen aus Eigenmitteln der Salzburger Burgen und Schlösser (SBSB). Die Festung Hohensalzburg und ihre Fürstenzimmer zählen zum wertvollsten Kulturerbe des Landes Salzburg. Ihre Erhaltung ist nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch eine Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen. In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Beteiligten für die ausgezeichnete Arbeit“, so LH-Stv. Christian Stöckl.

Europaweit rößte Burganlage Europas aus dem 11. Jahrhundert

Die Festung Hohensalzburg ist Europas größte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert und verbirgt in ihrem Inneren eines der bedeutendsten Denkmäler spätgotischer Profanarchitektur: die geheimnisvollen Fürstenzimmer des Hohen Stocks. In ganz Europa gibt es kein vergleichbares Objekt mit einer annähernd erhaltenen Ausstattung aus dem 15. Jahrhundert. Die verwendeten Materialien zeugen von der Macht und dem Reichtum des Erzbischofs Leonhard von Keutschach, der die Festung als seinen Herrschaftssitz ausbauen ließ.
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