31.05.2016, 13:50 Uhr

Landjugend setzt Richtung für gelungene Festkultur

Salzburg: Salzburg |

„Feste gehören zum Leben wie Gasthäuser zum Reisen“, das hat der griechische Philosoph Demokrit bereits im 5. Jahrhundert gewusst. Die Landjugend Salzburg setzt Aktionen für die teils schon verschwundene Festkultur.

Für ein gelungenes Fest sind vor allem zwei Faktoren wichtig: ein guter Anlass und der dementsprechende Rahmen. Im Rahmen von Festkulturworkshops werden Ideen und Varianten überlegt, damit Feierlichkeiten noch festlicher gestaltet werden können, was Besucher tatsächlich wollen und wie der Veranstalter Erwartungen und in weiterer Folge Bedürfnisse der Festbesucher erfüllen kann.

Der Party-Kompass für die richtige Richtung

Mit Verboten werden Jugendliche und Erwachsene mehr als genug zugepflastert. Vorschriften und Gebote sind meist mit komplizierten Gesetzestexten versehen und schaffen es mit Erfolg NICHT gelesen zu werden. Mit dem Landjugend Party-Kompass wird mit Hilfe der „mächtigsten Lichter der Welt“, den Ampelfarben rot, gelb und grün, gezeigt, welches Verhalten gute „party-people“ ausmacht. Rot ist am kleinsten gehalten und jedermann/frau bekannt, dass es ein Nachspiel gibt. Das funktioniert im Straßenverkehr hervorragend. Man kann bei Gelb über die Ampel rasen (wenn gefahrloses Anhalten nicht möglich ist), das Risiko steigt und Konsequenzen können die Folge sein. Veranstalter und Besucher wünschen sich gleichermaßen Personen um sich herum, die aktiv und begeisternd zum Fest beitragen. Grün ist demnach ein ganz klare Anleitung und ein ausdrücklicher Wunsch zum Feiern.

Menschen sind kommunikationsfreudig

„Dass man jede Menge bekannte Gesichter trifft und neue Personen kennenlernt, ist das Beste an Festen“, teilen die TeilnehmerInnen der Festkulturworkshops mit. Dieses Wissen nutzt der Festveranstalter und plant Raum für gute Gespräche ein. Meist sind das Weinbars oder gemütliche Chill-Out-Ecken, in denen keine oder nur leise Musik gespielt wird. Anstelle von billigem Fusel werden qualitativ hochwertige Getränke mit und ohne Geist angeboten. Sobald der Raum für gute Gespräche geschaffen ist, wird das Trinken zweitrangig.
Beobachtungen zeigen, dass sich Jugendliche vermehrt mit Kultur, Brauchtum und Tradition identifizieren. Anstelle einer anlassfreien Discoparty organisieren Jugendgruppen beispielsweise einen Herbsttanz, Bauernherbstfeste oder Bälle, die mit kreativ aufbereiteten Themen für Feierstimmung sorgen. Mit der Liebe zum Detail steigt der Erfolg des Festes.

Text: Michael Lerchner
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