14.09.2016, 13:25 Uhr

Salk wollen Sturz-Risiko der Patienten minimieren

Paul Sungler, SALK Geschäftsführer; Doris Conci, Christine Werkgarner-Steiner, Richard Greil, UK f. Innere Medizin III/Onkologie (Foto: Salk/Wild&Team)
SALZBURG (lg). Anlässlich des "Internationalen Tag der Patientensicherheit", der am 17. September stattfinden wird, unterstreichen auch die Salzburger Landeskliniken (SALK) die Wichtigkeit der Patientensicherheit und haben dazu das Thema "Sturz - ein oft unterschätztes Risiko" als Schwerpunkt gewählt. "Das Risiko eines Sturzes wird vornehmlich alten Menschen zugeordnet. Oft wird jedoch übersehen, dass auch neu verordnete Medikamente, andere Lebensumstände oder plötzlich auftretende schwere Krankheiten das Sturzrisiko erheblich erhöhen können", betont Salk-GEschäftsführer Paul Sungler.

Risikofaktoren erörtern

Gerade bei älteren Menschen, aber auch schwer kranken Patienten kann ein Sturz zu schweren gesundheitlichen Langzeitfolgen führen – im Extremfall sogar zum Tod. Dafür müssen nicht nur das medizinische Personal, sondern auch die Patienten selbst und vor allem deren Angehörige sensibilisiert werden. "Anhand von Risikofaktoren lässt sich das individuelle Sturzrisiko eines Patienten grob einschätzen. Die Risikofaktoren können direkt beim Patienten liegen, etwa durch Gleichgewichtsstörungen oder ein verändertes Gangbild, oder von der Umgebung ausgehen, etwa durch schlechte Beleuchtung oder fehlende Haltemöglichkeiten", erklärt die zertifizierte klinische Risikomanagerin Christina Werkgarner-Steiner.

Symposium zum Sturz-Risiko

Um die Mitarbeiter der Salk für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde ein Symposium zum Thema „Das Risiko Sturz – Perspektiven auf Alter, Medikation und Multimorbidität“ organisiert. Thematisiert werden auch das Sturzrisiko der geriatrischen PatientInnen, die Beeinflussung von Medikamente auf das Sturzrisiko, das rechtzeitige Erkennen von Sturzfolgen und die Folgen von Stürzen im Krankenhaus.

Patientenbefragungen und Risiko-Audits

Die Salk entwarfen dazu auch einen entsprechenden Maßnahmenkatalog, der am Uniklinikum zum Einsatz kommt. Darin enthalten sind Maßnahmen wie Risiko-Audits, also Begehungen externer Experten um etwaige Risiken aufzudecken, das Sichehreitsblatt als zentrales Dokument mit Inhalten zum Thema Patientensicherheit, Patientenbefragungen sowie zertifizierte Risikomanager als Krankenhaus-Mitarbeiter.
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