31.05.2016, 13:44 Uhr

Tag der jungen Landwirtschaft - Sorgen und Ambitionen der jungen Generation

Am Freitag, den 6. Mai 2016 trafen sich knapp 70 junge HofübernehmerInnen im Heffterhof Salzburg zum 1. Tag der jungen Landwirtschaft Salzburg. Mit dabei waren zahlreiche Ehrengäste wie Landesrat Josep Schwaiger, Landwirtschaftskammerpräsident Franz Eßl und die Landtagsabgeordneten Theresia Neuhofer (ÖVP) und Simon Hofbauer (Grüne). Impulse zur Lebensqualität am Bauernhof, Finanzierbarkeiten von Betriebsideen und Workshops zur Work-life-balance und Zusammenleben am Hof standen an der Tagesordnung.


Der Landwirtschaftskongress bot den agrarisch interessierten Jugendlichen und HofübernehmerInnen die Möglichkeit sich mit Alterskollegen auszutauschen, zu vernetzen und neue Inputs aus Expertenhand zu erfahren. „Das primäre Ziel der Landwirtschaft muss sein, dass ein realistisches Bild der Landwirtschaft gezeichnet wird. Junge HofübernehmerInnen müssen über ein breites Spektrum an Fertigkeiten und Wissen, beispielsweise über Tierzucht, Grünlandbewirtschaftung, Managementfähigkeiten und – immer wichtiger – Marketing-knowhow verfügen. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg und unsere Jugend erfüllt diese Anforderungen“, so Landesrat Josef Schwaiger, der auf die Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Fachschulen, Meisterausbildung bis hin zum Studium verwies. „Eine gute unternehmerische Idee benötigt Planungsunterlagen, Liquidität und Marketingmaßnahmen – nur so kann der Verkauf eines Produktes realisiert werden“, ergänzt der Geschäftsführer des Maschinenring Salzburgs, Rudolf Huber, der bei der anschließenden Podiumsdiskussion Teil nahm.

Der einhellige Tenor aller Vortragenden war, dass sich speziell die Junglandwirte und zukünftigen HofübernehmerInnen auf ihre persönlichen Stärken und die Stärken des Betriebes besinnen sollten. Des Weiteren soll dem Beobachten und Verstehen des Marktes mehr Bedeutung beigemessen werden. Den TeilnehmerInnen des „1. Tag der jungen Landwirtschaft Salzburg“ hat es jedenfalls gefallen: „Nach so einem Tag geht man mit vielen neuen Blickpunkten und Sichtweisen nach Hause. Die ReferentInnen haben viel Erfahrung und teilten diese mit uns“, so Annemarie Trattner, die aus Bramberg angereist ist.
Neben dem Auftakt des Präsidenten des Ökosozialen Forums Salzburg, Rupert Quehenberger, zum Jahresthema der Landjugend – Bäuerliches Unternehmertum & Vielfalt Familie – erwarteten die TeilnehmerInnen, Workshops von Seminarbäuerin und Bloggerin Christina Bauer sowie Agrarunternehmensberater DI Benno Steiner. Die neuen Ideen der jungen HofübernehmerInnen sollen auch finanzielle Früchte tragen und so gab Wirtschaftspädagogin Mag. Gabriele Krumphuber anschließend Einblick in die Finanzierbarkeit von unternehmerischen Vorhaben. Den Abschluss der Veranstaltung bildet die Podiumsdiskussion „Familiär, beständig, fleißig – Werte im bäuerlichen Unternehmertum“ mit Gästen aus Kirche, Politik und Wirtschaft. Bei gemütlichem Ausklang wurden die Ergebnisse des Tages besprochen und reflektiert.


Text: Michael Lerchner
Foto: Michaela Gassner, Landjugend Salzburg
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