07.05.2016, 14:34 Uhr

Toby M & Freunde - CD Präsentation - Ohne Julia

Wann? 19.05.2016 19:30 Uhr

Wo? Toby M - CD Präsentation im OVAL, Salzburg AT
Salzburg: Toby M - CD Präsentation im OVAL | Boxer sind brutale Schläger ohne Hirn?
Anwälte nur profitgierige Zocker mit Kühlschränken, dort, wo andere die Seele haben?
Falsch gedacht. Ganz falsch.
Der beste Beweis dafür heißt Tobias Mitterauer, bringt 90 Kilogramm Kampfgewicht auf die Waage, verteilt auf 1,91 Meter.
Und was hat das alles mit Musik zu tun?
Ziemlich viel.
Tobias Mitterauer alias Toby M ist nämlich nicht nur Rechtsanwalt, nicht nur Boxer – sondern auch und vor allem: Sänger, Songschreiber, Romantiker.
Natürlich kann man fragen, wie das alles überhaupt unter einen Hut zu bringen ist, so ein Leben zwischen Paragrafen, Boxring und Notenblatt.
Ist aber eigentlich nicht nötig, denn Toby M beweist einfach – es geht.
„Ohne Julia“ heißt das neue, zehnte Album des Troubadours aus Salzburg. Zwölf neue Lieder finden wir darauf und es verbindet klassische Stärken mit neuen Ideen.
„Julia“ etwa ist eine der Pop-Balladen, für die wir Toby M kennen und schätzen: Leicht ins Moll hängend, mit breitem Refrain und klarer Botschaft. „Im Grunde sind alle meine Lieder Schwärmereien – meistens für meine Musen“, grinst Mitterauer im Gespräch. Die Musen, das sind natürlich Frauen. Ob solch' ungewisse Liebesgeschichten wie in „Julia“ aus der Realität gegriffen sind oder doch nur Erfindung? Dazu schweigt Mitterauer erst nur und antwortet dann doch noch – wie so oft – mit einem Zitat aus der Boxerwelt und einem melancholischen Lächeln: „Frank ‚The Animal’ Flechter hat einmal gemeint: ‚Ich sage es nicht gern, aber es ist wahr. Wenn der Schmerz kommt, mag ich es noch lieber’.“
Natürlich ist Toby M ein Melancholiker, ein Schwelger, der geprägt ist von Vorbildern wie Elvis, Don McLean oder Leonard Chohen. Klassische Singer/Songwriter-Schule also, auch ein Schuss Austropop war und ist immer mal wieder zu hören. Nun aber, auf „Ohne Julia“, streckt der Salzburger seine Fühler aus in neue Richtungen. Stücke, wie „Wilde Pferde“ oder „Die halbe Welt“ zeugen davon, sie sind versetzt mit einem Schuss Elektronik. Da darf dann auch mal ein Beat durch den Song treiben, da setzt sich ein prägnanter Synthesizer im Ohr fest. Es ist wie in einem schönen Haus – manchmal braucht es einen neuen Anstrich. „Aber am Ende zählt bei mir schon immer das Gefühl, die große Geste“, sagt Toby M. Nicht nur die Beine sollen tanzen. Auch der Bauch muss es fühlen, ganz tief drin.
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