06.10.2016, 06:00 Uhr

Und was kommt bei Ihnen in den Kühlschrank?

Landesrat Sepp Schwaiger und Bezirksblätter-Geschäftsführer Michael Kretz bei einem Frühstück mit Zutaten aus dem "Regional-Kühlschrank".

Für mehr Bewusstsein beim Einkaufen starten die Bezirksblätter die Aktion "Regionalkühlschrank".

Früher, sagt Landesrat Sepp Schwaiger, habe man Lebensmittel oft über den Winter im Keller eingelagert. "Wie den Lederapfel, an den sich heute kaum noch wer erinnern kann. In unserer nach optischen Gesichtspunkten ausgerichteten Einkaufswelt ist er von der Bildfläche verschwunden. Leider, denn das war ein hervorragender Apfel." Wer heute bewusst und vor allem regional einkaufen möchte, der muss aber nicht das Rad der Zeit zurückdrehen, denn oft gibt es mehr Produkte aus der eigenen Region als man auf den ersten Blick annehmen würde.

Konsument trifft Produzent


Um dieses Bewusstsein für regionale Produkte und den sorgfältigen Umgang mit Lebensmitteln zu schärfen, starten die Bezirksblätter Salzburg gemeinsam mit dem Agrarressort des Landes Salzburg, dem Salzburger Agrarmarketing, den Landwirtschaftsschulen und den Salzburger Direktvermarktern die Aktion "Regionalkühlschrank". Dort kommt nur das hinein, was direkt in der Region wächst oder produziert wird. "Der Kühlschrank steht als symbolischer Treffpunkt von Produzenten und Konsumenten im Zentrum unserer Initiative", erklärt Bezirksblätter-Geschäftsführer Michael Kretz. "Wir wollen damit zum bewussten Einkaufen beitragen: Was gibt es an regionalen Produkten bei uns und wo findet man diese Produkte? Die Antwort darauf findet man oft direkt im Umfeld."


"Mit offenen Augen und Ohren durch den Ort gehen"

Es gehe darum, mit offenen Augen und Ohren durch den Ort und die Region zu gehen, bekräftigt auch Schwaiger. Der regionale Konsum mit kürzeren Transportwegen und reduzierter Lagerlogistik bietet Vorteile für Konsumenten und Umwelt – und zeigt das mit einem deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck. "Die heimischen Direktvermarkter bieten eine enorme Produktpalette an – aber auch wer nicht die Zeit hat, für den Einkauf in drei verschiedene Hofläden zu fahren, kann bewusst einkaufen: indem er zum Beispiel bei seinem Nahversorger im Ort einkauft, denn auch der bündelt die Angebote aus der Region", so Schwaiger.
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